Medien
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Medien
1. Einleitung

Medien, allgemein Mittel zur Übertragung und Verbreitung von Information (Nachrichten, Bildung und Unterhaltung) durch Sprache, Schrift, Bild, Musik oder nonverbale (gestische, mimische) Verständigungsweisen; im engeren Sinn technisch bestimmte Kommunikationskanäle wie Druck (Buch, Zeitungen, Zeitschriften), Photographie, Film, Hörfunk und Fernsehen, Schallplatte, Tonband und elektronische Medien. Dabei richten sich Massenmedien im Rahmen einer asymmetrischen Kommunikationssituation an ein anonymes Publikum, während Individualmedien wie das Telefon eine bidirektionale Kommunikation zwischen einzelnen Personen ermöglichen.

Innerhalb der Medien lassen sich einzelne Gruppen bilden, nach den von ihnen verwendeten Technologien (z. B. Printmedien/elektronische Medien), nach ihren Funktionen oder nach den Sinnesbereichen, die von ihnen angesprochen werden (optische oder akustische Medien); besondere Bedeutung gewonnen haben die audiovisuellen Medien, die gleichzeitig mit Sprach- und Tonsignalen auch Bildsignale vermitteln. Ein weiteres Schema ergibt sich aus der Unterscheidung nach Primärmedien, die ohne den Einsatz technischer Mittel funktionieren, wie z. B. das Theater, Sekundärmedien (technische Mittel werden nur auf Senderseite eingesetzt, z. B. beim Druck von Zeitungen) und Tertiärmedien (Technikeinsatz ist sowohl auf Sender- wie Empfängerseite notwendig, z. B. beim Abspielen einer CD).

Medien, vor allem Massenmedien, bestimmen einen immer größer werdenden Teil der Wirklichkeitswahrnehmung des Menschen; die moderne Gesellschaft wird daher als „Mediengesellschaft” bezeichnet. Dabei bilden sie Realität nicht bloß ab, sondern erzeugen vielfach diese erst. Die Frage, ob (Massen-)Medien sich an die Bedürfnisse der Menschen anpassen oder diese manipulieren, sind daher – im Zusammenhang auch mit der fortschreitenden Kommerzialisierung der Medien und den Konzentrationsbewegungen in der Medienwirtschaft – wichtige Problemfelder einer medienethischen Diskussion. Darüber hinaus hat der Medientheoretiker Marshall McLuhan gezeigt, dass Medien die Wahrnehmungsformen des Menschen und im Weiteren die Strukturen seines Denkens nachhaltig beeinflussen; der Hang zum logisch-kausalen Denken in den westlichen Gesellschaften wäre so als Ergebnis der Schrift- und Buchkultur, der „ Gutenberg-Galaxis”, zu verstehen. In der Mediengeschichte bilden sich daher entscheidende Stufen der Menschheitsgeschichte ab.