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| 2. | Mediengeschichte |
Einschnitte in der Kommunikationsgeschichte des Menschen bedeuten der Übergang von den oralen Kulturen der Frühzeit zu den skribalen Kulturen, vor allem durch Entstehung nichtbildlicher Alphabete seit dem 13. Jahrhundert v. Chr.; die Erfindung des Buchdrucks um 1440 (siehe Drucktechniken: Buchdruck); der Aufstieg der Presse und die Entstehung neuer technischer Medien (Photographie, Film) im 19. Jahrhundert und der Siegeszug von Rundfunk und Fernsehen im 20. Jahrhundert; schließlich der Übergang vom 20. in das 21. Jahrhundert durch die rasant fortschreitende Entwicklung im Bereich der elektronischen Speichermedien und der elektronischen Netzwerke.
Die vergangenen 3 000 Jahre sind damit von einer fortschreitenden Entfaltung medialer Praktiken gekennzeichnet; sie führt von den mündlichen Kommunikationsformen der Priester und Schamanen im religiösen Ritual, dem dramatischen Spiel und der dichterischen Überlieferung durch Sänger und Erzähler, den Tontafeln der Sumerer (siehe Keilschrift), der Papyrusrolle der Ägypter (Hieroglyphen), Griechen und Römer in der Antike, der Kodexform des Buches seit dem 2. Jahrhundert und den mit Buchmalerei ausgezierten Prachthandschriften des Mittelalters über das gedruckte Buch der Inkunabelzeit und die Flugblätter und Flugschriften der Reformation zu den modernen Formen der Massenkommunikation, zu Zeitschrift und Zeitung, schließlich zum Stumm-, seit 1927 zum Tonfilm (siehe Filmgeschichte), zum Rundfunk (in Deutschland seit 1924); nach dem 2. Weltkrieg zum Fernsehen, das rasch zum dominanten Medium geworden ist. Neue Stufen der Entwicklung wurden am Ende des 20. Jahrhunderts im Zeichen von Multimedia und den durch Einbindung der digitalen Computertechnologie in das Kommunikationswesen entstandenen neuen Medien erreicht.