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Neue Medien |
Mit dem Auftreten neuer Technologien im Bereich der Kommunikationsmittel ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, verstärkt seit den siebziger Jahren, der Begriff „neue Medien” in Umlauf gekommen, als eine Sammelbezeichnung vor allem für kabeltechnisch ermöglichte Telekommunikation und für optisch-elektronische Formen der Informationsspeicherung und -wiedergabe (verschiedentlich werden auch Mikroformen unter den Begriff eingereiht). Nach Videotext bzw. Bildschirmtext und Bildplatte sind es heute vor allem die CD-ROM und die elektronischen Netzwerke, die in den sich rasch weiterentwickelnden Bereich fallen. Charakteristisch ist für die neuen Medien, dass die Information in codierter Form transportiert wird und zu ihrer Reproduktion bzw. Erfassung technische Geräte nötig sind, mit denen die codierte Information in unmittelbar verständliche Signale (Bild, Schrift, Ton) rückübersetzt wird. Die Übersetzung von Schrift, Sprache, Musik und Bild in den binären Code der digitalen Mikroprozessorentechnologie bringt neue Möglichkeiten der störungsfreien Übertragung (u. a. per Satellit oder Glasfaserkabel) sowie der Speicherung und Verarbeitung von Information mit sich. Sie stellt die Voraussetzung dar für die Entstehung neuer Kommunikationsprodukte auf der gesamten Bandbreite der Medien, von persönlicher Kommunikation bis zur Massenkommunikation, von den Druckmedien (Erstellung digitaler Satzvorlagen, Printing on demand) bis zu neuen Formen des Fernsehens (Digital Video Broadcasting, Video on demand). Durchgesetzt haben sich nach der Musik-CD bisher die multimediale CD-ROM und die über weltweite Computervernetzung möglich gewordene Online-Kommunikation, vor allem im Internet. Dem Speichermedium CD-ROM und dem World Wide Web des Internet ist gemeinsam, dass sie ihren Inhalt als Hypertext präsentieren, als nichtlineares Gewebe aus Informationseinheiten, die untereinander durch Hyperlinks miteinander verknüpft sind und vom User in beliebiger Reihenfolge abgerufen werden können. Aufgrund des explosiv angewachsenen Kommunikationspotentials gilt die Gegenwart als Zeitalter einer neuen „Medienrevolution”
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