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Schichtstufenlandschaft

Schichtstufenlandschaft, Landschaftstyp der durch die Abfolge sanft geneigter Flächen (Schicht- oder Dachflächen) und steiler Stufen (Schichtstufen) gekennzeichnet ist.

Die Schrägstellung der Schichten hat ihre Ursache in der Hebungsaktivität der Erdkruste. Der Wechsel zwischen widerstandsfähigen Gesteinsschichten, den so genannten Stufenbildern, und weniger widerstandsfähigen Gesteinsschichten ist die Voraussetzung für die Entstehung von Schichtstufen. Gesteine, die der Erosion stärker Widerstand leisten, werden als Stufen herausgearbeitet. Die Höhen der Schichtstufen betragen etwa in der Schwäbischen Alb 250 bis 300 Meter, im marokkanischen Antiatlas circa 500 bis 800 Meter. Schichtstufenlandschaften sind weit verbreitet, wie z. B. in der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft, deren Schichten aus Sand oder Kalkstein aufgebaut sind (Buntsandstein, Muschelkalk, Keuper, Jura). An dem Trauf, der Steilstufe, kommt es an den Schichtgrenzen zwischen den wasserundurchlässigen (z. B. Tone und Mergel) und wasserdurchlässigen (z. B. Kalk- und Sandsteine) Schichten zum Austritt zahlreicher Quellen. Durch verstärkte lineare Erosion und durch die allmähliche Rückverlegung (rückschreitende Erosion) der Stufenstirn erheben sich die so genannten Zeugenberge (auch Auslieger), die aus einer Schichtstufe hervorgegangen sind. Zeugenberge in Süddeutschland liegen teilweise bis zu 25 Kilometer vor den anschließenden Traufen; Beispiele hierfür sind der Asperg, der Stromberg und der Heuchelberg.