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Gotthilf Schubert (1780-1860), Naturwissenschaftler, Arzt und Philosoph. Seine Seelenlehre (Die Symbolik des Traumes, 1814 und Die Geschichte der Seele, 1830) wirkte durch ihre Auseinandersetzung mit dem Unbewussten auf die Literatur der deutschen Romantik, namentlich auf Heinrich von Kleist und E. T. A. Hoffmann.
Schubert wurde am 26. April 1780 im sächsischen Hohenstein (heute Hohenstein-Ernstthal) geboren und war von 1809 bis 1816 als Schuldirektor in Nürnberg tätig. 1819 wurde er auf den Lehrstuhl für Naturgeschichte der Universität Erlangen berufen. 1827 folgte er einem Ruf an die Universität München. 1853 wurde der Philosoph geadelt. Er starb am 1. Juli 1860 in Laufzorn. Während seiner Münchner Lehrtätigkeit entwickelte Schubert eine natur- und geschichtsphilosophische Theorie, in deren Zentrum die Idee eines universal-harmonischen Weltganzen steht (Die Geschichte der Natur, 3 Bde., 1835-1837). Sein Denken steht deutlich unter dem Einfluss der Philosophie vor allem Friedrich Wilhelm Schellings, aber auch Franz von Baaders, die zur gleichen Zeit wie Schubert in München lehrten.