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Sparen

Sparen, Verzicht der privaten Haushalte, Unternehmen oder des Staates auf den sofortigen Verbrauch ihres verfügbaren Einkommens. Als Ersparnis bezeichnet man also jenen Teil des Einkommens, der nicht für konsumtive Zwecke verwendet wird. Im Unternehmenssektor können nur Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit sparen. Dies geschieht, indem z. B. die Gewinne nicht verteilt, sondern Rücklagen gebildet werden. Die privaten Haushalte zahlen das gesparte Geld in der Regel auf ein Sparkonto bei Sparkassen oder Banken ein (denkbar ist jedoch auch das Horten von Geld im Sparstrumpf), denen in einer Volkswirtschaft wiederum die Aufgabe zukommt, durch die Gewährung von Krediten mit Hilfe der Spargelder eine Nachfrage zu schaffen. Das durch Konsumverzicht gesparte Geld schafft so auch die Voraussetzung dafür, dass die Unternehmen notwendige Investitionen durch Kreditaufnahme finanzieren können. Die volkswirtschaftliche Rolle des Sparens wird allerdings in der Theorie sehr unterschiedlich beurteilt. Dort ist vielfach vom Sparparadoxon die Rede, z. B. um den Umstand zu beschreiben, dass Sparen als Konsumverzicht kurzfristig konjunkturdämpfend wirkt, langfristig jedoch Produktivkräfte für die Sachvermögensbildung freizusetzen vermag.