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Erklärungsansätze |
Innerhalb der Spracherwerbsforschung unterscheidet man gemeinhin vier Erklärungsansätze: 1. Behavioristisch: Der Behaviorismus beschreibt den Lernvorgang als Imitation. Die sprachlichen Strukturen bilden sich in dem Maße heraus, in dem der Lerner das Gehörte übt und dafür gelobt oder getadelt wird. 2. Kognitivistisch: Man erklärt den Spracherwerb in Abhängigkeit von der kognitiven Entwicklung. Das Kind verhält sich aktiv und konstruktiv. Es konstruiert seine eigene – auch sprachliche – Entwicklung durch aktive Auseinandersetzung mit seiner Umwelt, und zwar im Einklang mit seiner gesamten biologischen und sonstigen Entwicklung. 3. Interaktionistisch: Sprache kann nur in sozialer Interaktion gelernt werden. Kinder bringen die jeweilige Situation in Zusammenhang mit den sprachlichen Äußerungen, die dazu abgegeben werden, und erwerben so ihre Sprache. 4. Nativistisch: Man nimmt an, dass grundlegende sprachliche Strukturen bzw. Kenntnisse über die Strukturierungsprinzipien natürlicher Sprachen in der Form einer Universalgrammatik mit bestimmten Optionen angeboren sind, denn es ist kaum vorstellbar, wie Kinder aus defizitärem Input in wenigen Jahren eine derart umfassende sprachliche Kompetenz entwickeln können.
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