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Tiefseerinne

Tiefseerinne, Bezeichnung für eine lang gestreckte rinnenförmige Einsenkung des Meeresbodens mit Tiefen von 6 000 bis über 11 000 Metern und Längen von 300 bis 4 000 Kilometern.

Der Begriff Tiefseerinne gilt als präziser gegenüber der herkömmlichen Bezeichnung Tiefseegraben. Tiefseerinnen verlaufen zumeist am Rand von Faltengebirgen, entlang von Subduktionszonen oder Ozeanrändern sowie Inselbögen. Die Entstehung von Tiefseerinnen wird durch die Bewegung der Erdkruste (Plattentektonik) verursacht. Die ausgedehntesten Tiefseerinnen befinden sich an der Ostflanke Asiens und der südostasiatischen Inseln. Alle Tiefseerinnen werden von aktivem Vulkanismus begleitet. Zu den bekanntesten Tiefseerinnen zählen u. a. der Marianengraben (mit 11 033 Metern die größte gemessene Tiefe), der Puerto-Rico-Graben, der Atacamagraben und der Sundagraben.