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Gemäßigte Breiten

Gemäßigte Breiten, in der Klimatologie stark verallgemeinerte Bezeichnung für die Klimazone zwischen den Subtropen und den subpolaren Gebieten beider Erdhalbkugeln; sie umfasst somit Teile der hohen Mittelbreiten. Die gemäßigten Breiten unterliegen dem Einfluss der außertropischen Westwinde und den damit verbundenen Zyklonen (Tiefdruckwirbeln). Deren Wirkung nimmt jedoch von den Westseiten der Kontinente ins Innere des Festlandes rasch ab, so dass in den gemäßigten Breiten sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen.

Grundsätzlich werden die gemäßigten Breiten durch die deutliche Ausbildung von Jahreszeiten geprägt. Der Jahresgang der Temperatur hängt in hohem Maß von der Entfernung zu den thermisch ausgleichenden Ozeanen ab. Gebiete in Küstennähe weisen ozeanisches Klima mit wesentlich geringeren Jahresschwankungen der Temperatur auf als küstenfernere Gebiete, die durch kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern geprägt werden. Darüber hinaus sinken mit zunehmender Entfernung von den Küsten die Jahresniederschläge.