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Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Arbeitnehmerorganisation für Beschäftigte in staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland.
Die GEW ist eine der Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes und in 16 Landesverbänden organisiert. Der Sitz des Hauptvorstandes ist in Frankfurt/Main; Vorsitzender ist seit 2005 Ulrich Thöne (als Nachfolger von Eva-Maria Stange). Die Mitgliederzahl der Gewerkschaft betrug 2006 knapp 250 000.
Ein erster Zusammenschluss von Pädagogen bildete 1805 die Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens; 1848 wurde in Eisenach der Allgemeine Deutsche Lehrerverein gegründet, der sich 1921 als Gewerkschaft konstituierte. Bereits 1919 hatte sich in Gotha die Freie Lehrergewerkschaft Deutschlands gebildet, die im Januar 1923 mit der 1921 in Hannover gegründeten Gewerkschaft Deutscher Volkslehrer und Volkslehrerinnen (GDV) fusionierte und die im April 1929 wieder den Namen Freie Lehrergewerkschaft Deutschlands annahm. Nach dem Verbot der Gewerkschaften im Dritten Reich (2. Mai 1933) schlossen sich nach dem 2. Weltkrieg einzelne regionale Lehrerverbände am 1. Oktober 1948 als Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zusammen und traten dem Deutschen Gewerkschaftsbund (in der britischen Zone) bei.