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Brache

Brache, auch Brachland, ackerbaulich nutzbarer Boden, der nicht mehr oder vorübergehend nicht bearbeitet wird, speziell auch Ackerland, das aus agrarökologischen Gründen, z. B. im Rahmen einer Fruchtfolge, nicht bestellt wird. Hierbei soll sich der Boden durch Regeneration von Nährstoffen und Speicherung von Wasser erholen.

Bei der Schwarzbrache wird der Boden durch regelmäßiges Umpflügen vegetationslos gehalten, wogegen bei der Grünbrache eine Selbstbegrasung erlaubt wird und so auch Futter gewonnen werden kann. Bei der Halbbrache (Teilbrache) wird lediglich nach der Ernte von frühen Feldfrüchten im selben Jahr auf einen weiteren Anbau verzichtet. Einen Sonderfall stellen die Trockenbrachen innerhalb des Trockenfarmens (englisch dry farming) in niederschlagsarmen Gebieten dar. Hier folgt auf den Anbau ein mehrjähriges Brachliegen der Felder, bei dem der Boden anfangs umgepflügt wird, um die Wasseraufnahme des Bodens zu steigern. Anschließend wird zur Verdunstungsverminderung die Kapillarität des Bodens durch Eggen zerstört und durch Walzen verschlossen. Der Boden kann so die Niederschlagsmenge mehrerer Jahre für den Anbau speichern. Als Buntbrachen bezeichnet man strukturreiche Brachflächen, die mit ein- und mehrjährigen Ackerkräutern eingesät wurden und bodenbrütenden Vögeln wie Feldlerchen und Rebhühnern Brutmöglichkeiten bieten.