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Bujiden (Buyiden, Buwaihiden; arabisch: Banu Buyah), aus Dailam am Kaspischen Meer stammende iranische Dynastie, die von drei Brüdern gegründet wurde, die als Söldner politischen Einfluss erreicht hatten. Ab 934/40 erlangten die Bujiden die Herrschaft über den westlichen Iran, ab 945 übernahmen sie faktisch auch die Herrschaft über das Kalifat der Abbasiden in Bagdad; zwar blieb der Kalif formell im Amt, doch kontrollierten die Bujiden über Militär und Administration die gesamte Staatsverwaltung. Von 936 bis 986 belebten die Bujiden am Bagdader Hof das sassanidische Hofzeremoniell neu und führten alte persische Titel ein; 978 ließ sich Adud-ad-Daula (936-983) vom Kalifen Tadsch al-Milla („Krone der Religionsgemeinschaft”) krönen und verband damit arabisch-islamische mit persischer Tradition.
Die Bujiden waren Anhänger der so genannten Zwölfer-Schia und garantierten mit ihrer Herrschaft, dass sich diese Richtung des schiitischen Islam konsolidieren konnte. Im Jahr 1055 wurden die Bujiden durch die Seldschuken gestürzt, und mit der Anerkennung von Togril Beg als „Sultan des Ostens und Westens” durch den Kalif endete ihre Herrschaft.