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Cola-Dynastie, auch Chola-Dynastie, dravidische Dynastie, die von etwa 880 bis 1267 n. Chr. über das südliche Indien und Ceylon (Sri Lanka) herrschte.
Die Dynastie wurde von Aditya I. gegründet, der um 880 die Vormachtstellung der Pallava-Dynastie im südlichen Indien brach. Unter Rajaraja I. (985-1014), der sich Kerala, Kalinga und Maisur unterwarf, entwickelte sich das Cola-Reich mit Tanjore als Hauptstadt zur Großmacht. Mit der gut gerüsteten Flotte gelang es ihm, den südmalaiischen Archipel, die Malediven und den Norden Sri Lankas unter seine Kontrolle zu bringen. Versuche, die Dominanz des Nordens zu brechen, blieben indes erfolglos. Rajendra I., der von 1016 bis 1044 regierte, war der bedeutendste Cola-König. Er herrschte über Tamil Nadu, Kerala, Karnataka und Sri Lanka und führte Feldzüge bis an den Ganges. Kulottunga I. (Regierungszeit 1070-1122) vereinte das Herrschaftsgebiet der Cola mit dem der Calukya-Dynastie. Nach 1200 erlebte die Dynastie ihren Niedergang und erlosch schließlich im 14. Jahrhundert.
Wie bereits bei ihren Vorgängern flossen zahlreiche lokale Traditionen in das religiöse Weltbild und die höfische Kultur der Cola-Herrscher ein, die zur Herausbildung eines eigenständigen südindischen Stils beitrugen. Besondere Bedeutung erlangten die Architektur, die sich durch strenge Nüchternheit und Klarheit auszeichnete, und die Bronzekunst, die mit ihrer reichen Ornamentik zur Entfaltung der Bildhauerei beitrug. Die Tempelanlagen – charakteristisch sind ihre bis zu 50 Meter hohen, sich nach oben verjüngenden Türme – entwickelten sich unter den Cola zu Städten, die als Beschäftigungsort von Handwerkern und Künstlern Bedeutung hatten.
Siehe auch indische Kunst und Architektur