Computerspiele
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Computerspiele
3. Spielinhalte

Computerspiele werden nach ihrem Inhalt und ihrer Steuerung in eine Vielzahl von unterschiedlichen Genres unterteilt, die im Verlauf eines Spiels jedoch auch (als „Spiel im Spiel”) wechseln können. Da die Übergänge zwischen den Genres fließend verlaufen und ihre Bezeichnungen zudem unter Herstellern und Rezensenten nicht einheitlich sind, können die Spiele nur grob kategorisiert werden.

1. Actionspiele

Actionspiele erfordern vor allem Reaktionsschnelligkeit und Geschicklichkeit im Umgang mit der Steuerung. Zu dieser Kategorie gehören u. a.: Action-Adventures, die oft in einer Phantasiewelt spielen und bei denen der Spieler eine Figur steuert, die Rätsel lösen und gegen vom Computer gesteuerte Figuren kämpfen muss; Ego-Shooter, bei denen der Spieler in einer dreidimensionalen, aus der Ich-Perspektive („Ego”) gezeigten Welt zumeist mit Schusswaffen gegen andere Figuren kämpft; Plattformspiele (auch Jump-’n’-Run-Spiele genannt; englisch jump: springen; run: laufen), bei denen sich die Spielfigur springend, laufend und anderen Figuren oder Hindernissen ausweichend durch verschieden gestaltete Szenarien bewegt.

2. Strategiespiele

Strategiespiele stellen komplexe Aufgaben, die strategisches und taktisches Denken seitens des Spielers erfordern. Sie haben eine längere Spieldauer und werden oft online gegen andere Mitspieler gespielt. Man unterscheidet rundenbasierte Strategiespiele und Echtzeitstrategiespiele. Bei Ersteren planen die Spieler ihre Züge, die nach Ablauf eines Zeitlimits, oder sobald alle Mitspieler ihre Zugauswahl getroffen haben, vom Computer umgesetzt werden. Echtzeitstrategiespiele laufen in Echtzeit ab, d. h., alle Teilnehmer agieren gleichzeitig, und die Spielzüge werden vom Computer unmittelbar verarbeitet. Diese Spiele verlangen eine besonders schnelle Planung und sehr flexibles Handeln. Mit der beschleunigten Übertragungsgeschwindigkeit vieler Internetanschlüsse und der weltweiten Verbreitung des Internets können populäre Strategiespiele online von Spielern aus aller Welt gegeneinander gespielt werden.

3. Sportspiele und Simulationen

Bei Sportspielen handelt es sich um Simulationen echter oder erfundener Sportarten, d. h., die Spieler spielen am Computer nach denselben Regeln wie die Teilnehmer eines sportlichen Wettkampfs in der Realität oder nach erfundenen Regeln. Manche Simulationen beschränken sich nicht nur auf das sportliche Geschehen – also das Geschick im Umgang mit der Spielsteuerung –, sondern umfassen auch die planerische Rolle eines Sporttrainers oder -funktionärs als Koordinator einer Mannschaft oder Manager eines Sportvereins („Managerspiel”). Neben Sport- und Wirtschaftssimulationen erfreuen sich vor allem Kriegs-, Flug- und Autorennsimulationen großer Beliebtheit. Eine Mischform von Strategie- und Simulationsspielen stellen die Umsetzungen von Brettspielen oder Kartenspielen wie Schach, Mah-Jongg oder Skat dar.

4. Adventure- und Rollenspiele

Im Mittelpunkt von Adventure- und Rollenspielen steht eine komplexe Handlung, meist eine Abenteuergeschichte, deren Ablauf durch die Aktionen des Spielers bestimmt wird. Im Spiel gibt es in der Regel viele unterschiedliche Wege, um das Abenteuer erfolgreich zu bestehen; eingeschlossen in den Ablauf sind meist Actionelemente, zu lösende Rätsel und die Kommunikation mit bzw. der Kampf gegen andere Figuren, die vom Computer gesteuert werden. Als Rollenspiel wird ein Spieletypus bezeichnet, bei dem der Spieler eine Figur und deren Aktionen steuert, die gemeinsam mit anderen Figuren ein Abenteuer zu bestehen hat. Der Computer fungiert bei dieser Art Spiel als Spielleiter, der Handlungen der Spielfiguren entsprechend den Spielregeln belohnt oder bestraft. Die Eigenschaften und Fähigkeiten der Spielfiguren entwickeln sich mit fortschreitendem Spielverlauf, z. B. verbessern Figuren ihre Geschicklichkeit im Kampf oder „lernen” andere Fertigkeiten, die zur Lösung des Spiels nötig sind.

5. Multiplayerspiele

Mehrspieler- oder Multiplayerspiele werden von zahlreichen Spielern gleichzeitig via Netzwerkverbindung – über ein Lokales Netz (LAN) oder das Internet – gespielt. Theoretisch können Spiele fast aller Art in diese Kategorie fallen, als besonders erfolgreich haben sich jedoch die Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele (englisch Massive Multiplayer Online Role Playing Game; MMORPG) erwiesen, die oft in einer Fantasywelt spielen. Das im November 2004 veröffentlichte MMORPG World of Warcraft zählte Anfang 2007 mit mehr als acht Millionen registrierten Spielern zu den erfolgreichsten Spielen dieser Art.