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Roger Corman

Roger Corman (*1926), amerikanischer Filmregisseur, Produzent und Drehbuchautor. Seinen Platz in der Filmgeschichte behauptet er mit seinen gelungenen Horror-B-Pictures, vor allem mit den Verfilmungen von Werken Edgar Allen Poes.

Corman wurde am 5. April 1926 in Detroit (Michigan) geboren. In den vierziger Jahren kam er zum Film als Botenjunge bei der Twentieth Century Fox, später arbeitete er bei derselben Produktionsgesellschaft im Drehbuch-Ressort. Nach einem mehrjährigen England-Aufenthalt kehrte Corman 1953 nach Hollywood zurück und arbeitete als Produzent und Drehbuchautor. 1955 folgte sein Regiedebüt mit Five Guns West. Roger Corman gilt als Meister des B-Movies, bevorzugt im Kriminal- und Horrorgenre. Herausragend sind vor allem die Edgar-Allan-Poe-Adaptionen, die er mit seinem bevorzugten Hauptdarsteller Vincent Price besetzte, so u. a. in The House of Usher (1960; Die Verfluchten), The Pit and the Pendulum (1961; Das Pendel des Todes), The Raven (1962; Der Rabe – Duell der Zauberer) an der Seite von Peter Lorre und Boris Karloff sowie The Masque of the Red Death (1964; Satanas – Das Schloß der blutigen Bestie). Weitere Filme sind Little Shop of Horrors (1960; Kleiner Laden voller Schrecken), The Premature Burial (1962; Lebendig begraben), The Tomb of Ligeia (1964; Das Grab der Ligeia), The St. Valentine’s Day Massacre (1967; Chicago-Massaker) und Bloody Mama (1969; Bloody Mama).

In den siebziger und achtziger Jahren war Corman vorwiegend als Produzent tätig. Erst 1990 kehrte er nach einer Pause von mehr als 20 Jahren mit Frankenstein Unbound (Roger Cormans Frankenstein) ins Regiefach zurück. Darüber hinaus gab Corman immer wieder jungen talentierten Regisseuren und Schauspielern, wie z. B. Francis Ford Coppola, Martin Scorsese, Peter Bogdanovich, Robert De Niro, Jack Nicholson, Charles Bronson und Dennis Hopper, die Möglichkeit, in seinem unabhängigen Filmstudio Erfahrungen zu sammeln. Corman veröffentlichte das autobiographische Buch How I Made a Hundred Movies in Hollywood and Never Lost a Dime (1990).