Euro
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3. Die Einführung des Euro

Die Einführung des Euro – zunächst als „Buchgeld” – erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 1999, und zwar nur in den Ländern, die die im Vertrag festgelegten Kriterien erfüllten (siehe Europäische Wirtschafts- und Währungsunion). Die ersten Euroländer waren Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Die Einführung von Euromünzen und -scheinen fand planmäßig am 1. Januar 2002 statt. In einer (freiwilligen) Übergangsphase nahm der Einzelhandel nationale Währungen noch bis Ende Februar 2002 an, Banken tauschten kostenlos in Euro um. Seit dem 1. Juli 2002 ist in der Eurozone nur noch der Euro als Zahlungsmittel zulässig. In der Bundesrepublik ist der Umtausch alter DM-Bestände bei den Zweigstellen der Deutschen Bundesbank kostenlos und zeitlich unbefristet möglich.

Die endgültigen Umtauschkurse zum Euro in den ersten Euroländern setzten die EU-Finanzminister in Brüssel am 31. Dezember 1998 fest. Danach entspricht z. B. 1 Euro 1,95583 DM bzw. 13,7603 Österreichischen Schilling. Die bisherige europäische Kunstwährung ECU, an der sich 13 EU-Länder bzw. Währungen beteiligt hatten, wurde 1:1 in den Euro übernommen. Die Umrechnungsmethode bezog sich auf die EWS-Kurse. Damit waren die Umtauschkurse zum Euro und der verschiedenen Währungen untereinander festgelegt, auch wenn der Handel bis Dezember 1998 noch davon abwich.

2001 führte auch Griechenland (zunächst als Buchgeld) den Euro ein; die übrigen drei der 15 „alten” EU-Mitglieder – Großbritannien, Dänemark und Schweden – lehnten die Einführung des Euro vorerst ab. Als erstes der neuen EU-Mitglieder trat 2007 Slowenien der Eurozone bei; 2008 folgten Malta und Zypern.