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Edikt von Mailand, auch Mailänder Toleranzedikt, im Februar 313 von Konstantin dem Großen und Licinius in Mailand getroffene Vereinbarung, die den Christen im Römischen Reich die freie Religionsausübung gestattete. Die immer noch gebräuchliche Bezeichnung „Mailänder Toleranzedikt” ist historisch nicht haltbar, da es sich bei dem Edikt nicht um einen Akt der Toleranz bzw. Anerkennung aus Überzeugung gegenüber den Christen handelte, sondern vielmehr um ein religionspolitisches Programm, auf das sich Konstantin und Licinius nach ihren Siegen im Westen und Osten des Reiches verständigten.
Das Mailänder Edikt beinhaltete die volle Freiheit in Religion und Kultus für Christen und Nichtchristen gleichermaßen, das Ende aller Verfolgungen für die Christen sowie die Rückgabe ihrer konfiszierten Güter. Damit wurde eine De-facto-Gleichstellung der verschiedenen Religionen mit einer Art „Wiedergutmachung” für die Seite der Christen vollzogen. Die deutliche Bevorzugung des Christentums durch Konstantin jedoch erfolgte erst Jahre später, und zum Christentum als Staatsreligion war es noch ein weiter Weg: Erst 391 verhängte Kaiser Theodosius der Große das Verbot aller heidnischen Kulte.