| PAL-Verfahren | Artikelansicht | ||||
| Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken. | |||||
| 3. | Weiterentwicklungen |
Als Nachteil des auf eine Bildwechselfrequenz von 25 Megahertz festgelegten PAL-Systems zeigt sich vor allem das dadurch verursachte so genannte Großflächenflimmern, das insbesondere bei hellen Bildern als Störeffekt auftritt. Zu Beginn der achtziger Jahre bemühte sich das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München um eine Verbesserung und entwickelte das I-PAL-System (Improved PAL-System, verbessertes PAL-System). Diese Kombination von NTSC, SECAM und PAL ermöglicht eine übersprechfreie Übertragung und die gewünschte horizontale Auflösung der Helligkeit (Luminanz), hat jedoch gleichzeitig eine verminderte vertikale Farbauflösung zur Folge.
Mitte der achtziger Jahre wurde an der Dortmunder Universität mit Q-PAL (Qualitäts-PAL) ein ursprünglich von der BBC vorgeschlagenes System aufgegriffen und weiterentwickelt, das durch eine mehrdimensionale Filtertechnik eine übersprechfreie Trennung der Signale ermöglicht. Allerdings stellte dieses System relativ hohe Anforderungen an die Fernsehempfangsgeräte. Aus diesem Projekt ging schließlich das von einem Bildverhältnis von 16:9 ausgehende PAL-Plus-System hervor, das 1988 von ARD und ZDF initiiert wurde und mit einem Breitbildübertragungsverfahren operiert. Es vermeidet die durch das Übersprechen von Leuchtdichteanteilen (Cross Color) und durch Farbträgerreste im Leuchtdichtekanal (Cross Luminanz) verursachten Störeffekte, so dass die Bildqualität hierdurch wesentlich verbessert wird. Da es zu allen im Standard-PAL gesendeten Systemen kompatibel ist, können die vorhandenen Sendewege genutzt werden, ohne dass diese verändert werden müssten.