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Julius Ritter von Payer (1842-1915), österreichischer Polarforscher. Julius Payer wurde 1842 in Teplitz-Schönau geboren. Nach dem Besuch der Theresianischen Militärakademie nahm er an den Schlachten von Solferino und Custoza teil. Er berichtete ausführlich über seine alpinistischen Exkursionen und Bergtouren in das Ortlergebiet und in die Adamello- und Presanella-Gruppe. 1869/70 war er Mitglied der zweiten deutschen Polarexpedition nach Grönland. Ab 1872 nahm er zusammen mit Carl Weyprecht an der Isbjörn-Expedition teil, bei der sie mit der eigens dafür gebauten Tegetthoff den Nordpol erreichen sollten. Am 21. August wurde ihr Schiff vom Eis eingeschlossen. Mit dem Packeis wurden sie dann in Richtung auf eine bis dahin unbekannte Inselgruppe getrieben, die sie gründlich erforschten und Franz-Josef-Land nannten. Außerdem entdeckten sie die Hall-, die Prinz- und die Rudolfinsel sowie die McClintock-Inseln. Auf ihren Erkundungsfahrten erreichten sie mit 82 Grad nördlicher Breite den bis dahin nördlichsten Punkt, an den je ein Polarforscher gelangt war. Nachdem ihr Schiff von Eis eingeschlossen worden war, konnten Payer und Weyprecht am 24. August 1874 von einem russischen Schiff in einer Bucht vor Nowaja Semlja gerettet werden. Payer widmete sich danach der Malerei und verstarb 1915 in Veldes. Zu seinen bekanntesten Schriften gehört Die Österreichisch-Ungarische Nordpol-Expedition der Jahre 1872-1874 (1876).