Pflanzenschutzmittel
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Pflanzenschutzmittel
4. Biologische Pflanzenschutzmittel

Als Ersatz für die giftigen Pflanzenschutzmittel aus industrieller Fertigung werden zunehmend biologische Pflanzenschutzmittel angewendet. Sie haben weniger oder gar keine schädlichen Auswirkungen auf Umwelt und Mensch. Um Pilzbefall oder Bakterieninfektionen zu hemmen, kocht man z. B. Extrakte aus Brennnesseln oder Ackerschachtelhalm und lässt sie einige Tage gären, bevor sie als gülleartiger Dünger ausgebracht oder als Brühe gespritzt werden. Algenextrakte – vor allem aus Seetangarten – haben eine fungizide oder bakterizide Wirkung, manche schützen auch gegen Fadenwürmer. Eine besondere Form organischer Pflanzenschutzmittel sind die so genannten Pflanzenstärkungsmittel, die Schädlinge nicht direkt angreifen. Sie enthalten meist Vitamine und Spurenelemente, die die Regeneration einer Pflanze bei Gewebeschäden sowie Keimung und Wachstum fördern. Auch im Humus gebildete Huminsäuren und etherische Öle gehören zu diesen Mitteln. Mykorrhiza-Pilze können ebenfalls der Pflanzenstärkung dienen, indem sie eine Symbiose mit zu schützenden Pflanzen eingehen.