Suchansicht René Préval

Wenn Sie nach einem bestimmten Wort, Namen bzw. Thema in diesem Artikel suchen möchten, wählen Sie in Ihrem Browser die entsprechende Option für Suche innerhalb der Seite. Im Internet Explorer finden Sie diese Option im Menü Bearbeiten.

Bei der Suche wird genau das Wort bzw. die Phrase berücksichtigt, das (die) Sie eingegeben haben. Sollte die Suche keine Ergebnisse zeitigen, versuchen Sie, nach einem Schlüsselwort in Ihrem Thema zu suchen bzw. die Schreibung des betreffenden Wortes oder Namens zu überprüfen.

René Préval

René Préval (*1943), haïtianischer Politiker, Staatspräsident von Haïti (1996-2001 und seit 2006).

René Préval wurde am 17. Januar 1943 in Fond-des-Nègres geboren. Während der Diktatur von „Papa Doc” François Duvalier begleitete er seine Eltern ins Exil nach Belgien und später nach New York. Im belgischen Jambloux studierte er Agrarwissenschaften und arbeitete nach seiner Rückkehr in die Heimat 1975 beim Nationalen Institut für Bodenschätze. Ab 1978 studierte Préval in Italien Geothermik und schloss sich danach auf Haïti der Opposition gegen „Baby Doc” Jean Claude Duvalier an. Vor dem Hintergrund der instabilen Verhältnisse nach dem Sturz des Regimes wirkte Préval an der Gründung der linksgerichteten Lavalas-Bewegung mit, die Jean-Bertrand Aristide 1990 erfolgreich zum Präsidenten kürte. Nach dem blutigen Militärputsch von 1991 flüchtete Préval nach Mexiko, kehrte aber nach der militärischen Intervention der US-Streitkräfte 1994 mit Aristide nach Haïti zurück.

1996 löste er Aristide im Amt des Präsidenten ab. Im Februar 2001 gab er sein Amt wieder an Aristide ab, der wenige Monate zuvor unter irregulären Umständen erneut zum Staatspräsidenten gewählt worden war. Nach dem Sturz Aristides, der unterdessen zu einem gewalttätigen und korrupten Herrscher mutiert hatte, im Jahr 2004 und einer Übergangsfrist, in der Haïti unter internationaler Aufsicht von den bürgerkriegsartigen zu geordneteren Verhältnissen zurückkehren sollte, wurde Préval in den Präsidentschaftswahlen am 7. Februar 2006 mit gut 51 Prozent der Stimmen erneut zum Präsidenten gewählt; von Aristide hatte er sich inzwischen distanziert und mit Lespwa (Hoffnung) eine eigene Partei hinter sich. Im Mai 2006 trat er das Präsidentenamt formell an.