Reaktionskinetik
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Reaktionskinetik
2. Die Reaktionsgeschwindigkeit

In chemischen Reaktionen werden aus einem oder mehreren Ausgangsstoffen, den Edukten, ein oder mehrere Produkte gebildet. Als Reaktionsgeschwindigkeit v bezeichnet man dabei die zeitliche Änderung der Konzentrationen eines Edukts oder eines Produkts. Betrachten wir ganz allgemein die Umwandlung eines Stoffes A in den Stoff B nach der Reaktionsgleichung

AB.

Misst man den zeitlichen Verlauf der Konzentration von A, c(A), während der Reaktion, so erhält man folgendes Bild:


Zum Zeitpunkt t=0 liegt der Stoff A in seiner Anfangskonzentration, c(A)0, vor. Mit fortschreitender Zeit nimmt die Konzentration von A ab und die von B, hier gestrichelt gezeichnet, nimmt zu. Die Reaktionsgeschwindigkeit zum Zeitpunkt t ist dann die Änderung der Konzentration von A pro Zeiteinheit, also


oder besser


weil sich die Geschwindigkeit während der Reaktion ändert. Man bestimmt den Wert von v, indem man am Punkt t eine Tangente an die experimentell erhaltene Kurve anlegt. In der Gleichung hat der erste Term ein negatives Vorzeichen enthalten, weil die Konzentration von A während der Reaktion abnimmt. In diesem einfachen Fall ist v auch gleich der Zunahme von B, da aus einem Molekül A ein Molekül B entsteht.