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| 2. | Umweltrelevanz |
Die Giftigkeit von H2S beruht darauf, dass das Gas über die Lunge aufgenommen wird und mit dem Hämoglobin der roten Blutkörperchen reagiert. Hierdurch wird der Sauerstofftransport im Blut so stark beeinträchtigt, dass H2S in hohen Konzentrationen innerhalb von Minuten, bei niedrigeren Konzentrationen innerhalb von Stunden tödlich wirkt. Zwar liegt die Geruchsschwelle im Vergleich zur ähnlich giftigen Blausäure (HCN) niedrig und geringe, unschädliche Konzentrationen werden bereits deutlich wahrgenommen. Andererseits kann H2S aber eine Abstumpfung der Geruchsnerven bewirken.
Da Schwefelwasserstoff ein gutes Reduktionsmittel ist, wird er in sauerstoffhaltigen Gewässern mikrobiell zu Schwefelsäure aufoxidiert. Die dabei entstehende Schwefelsäure kann zu Korrosion an Metallgegenständen („Biokorrosion”) führen.