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Semang

Semang, im Inneren der malaiischen Halbinsel im Staatenbund Malaysia und in Südthailand im vom tropischen Regenwald bedeckten Gebirge lebende Ethnie mit über 2 000 Angehörigen. Zusammen mit den Andamanen und den Aeta zählen sie zu einer alten, seit Jahrtausenden im südostasiatischen Archipel ansässigen und dort früher weiter verbreiteten Bevölkerungsschicht, die in der Völkerkunde als Negritos bezeichnet wird (siehe Pygmäen). Gemeinsam mit den benachbarten Senoi und Jakun stehen sie als Orang Asli („Ureinwohner”), zu denen insgesamt etwa 55 000 Menschen zählen, in Malaysia unter besonderem staatlichen Schutz. Von den Senoi haben die Semang deren zur austroasiatischen Sprachfamilie gehörendes Mon-Khmer-Idiom übernommen. Die verschiedenen Untergruppen untergliedern sich nach verwandtschaftlichen und sprachlichen Kriterien (Dialekten). Die wirtschaftliche Grundlage der Semang wird auch heute noch durch die den Umweltbedingungen des tropischen Regenwalds optimal angepasste Jagd und das Sammeln gebildet. Dabei stehen den einzelnen, etwa bis zu zwei Dutzend Menschen umfassenden Lokalgruppen definierte Territorien zur Verfügung, innerhalb deren sie, saisonalen Änderungen in der Tier- und Pflanzenwelt entsprechend, nomadisieren. Wichtige Jagdwaffe ist das Blasrohr. In der Religion der Semang spielen Schöpfungsmythen sowie zahlreiche Naturgeister eine wichtige Rolle.