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Senoi, Sammelbezeichnung für mehrere, im Inneren der malaiischen Halbinsel im Staatenbund Malaysia im vom tropischen Regenwald bedeckten Gebirge lebende, zu den ältesten Bevölkerungsschichten Südostasiens zählende Ethnien mit insgesamt etwa 30 000 Angehörigen. Zu den Senoi zählen die Ethnien Semai, Temiar, Jah Hut, Che Wong und Mah Mehri. Ihre eigene Sprache haben die Semang zugunsten eines zur austroasiatischen Sprachfamilie zählenden Mon-Khmer-Idioms aufgegeben, das mehrere Dialekte umfasst. Gemeinsam mit den benachbarten Semang und Jakun unterstehen sie als Orang Asli („Ureinwohner”) in Malaysia besonderem staatlichen Schutz.
Die wirtschaftliche Grundlage der Senoi bildeten traditionell die den Umweltbedingungen des tropischen Regenwalds optimal angepasste Jagd und das Sammeln von Waldprodukten. Die Senoi waren jedoch von der britischen Kolonialverwaltung in den fünfziger Jahren unter Zwang in einer Region, die außerhalb ihres ursprünglich im tropischen Regenwald gelegenen Siedlungsgebietes liegt, in Dörfern sesshaft gemacht worden und konnten erst Jahre später wieder zurückkehren. Heute leben sie als sesshafte Pflanzer; die Jagd und das Sammeln dienen jedoch immer noch der Ergänzung des Nahrungsangebotes. Die Religion der Senoi kennt zahlreiche übel wollende, auch für Krankheiten verantwortliche Geistwesen und Mächte.
Siehe auch Sammler und Jäger; Ahnenkult