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Taler

Taler, seit der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert Bezeichnung für verschiedene große Silbermünzen. 1486 wurden in Hall in Tirol erstmals silberne Gulden als Gegenwert zum goldenen Gulden (Guldiner) geprägt. Trotz seiner Unhandlichkeit (über vier Zentimeter Durchmesser) setzte er sich wegen der Goldverknappung und auch in Folge des wachsenden Silberimports aus der Neuen Welt nach 1500 recht rasch durch und wurde alsbald an mehreren Münzstätten (z. B. in Bern, Sitten Solothurn, aber auch in Lothringen und Ungarn) geprägt. 1500 setzte in Annaberg in Sachsen die Prägung sächsischer Guldengroschen aus Silberminen des Erzgebirges in großem Umfang ein, und 1518 begann die Prägung von Guldengroschen in Joachimsthal durch die Grafen von Schlick. Diese „Joachimstaler Guldengroschen” gaben dem Taler seinen Namen; der Taler wiederum war namengebend für u. a. den dänischen bzw. norwegischen Riksdaler und für den Dollar.