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Teilnehmende Beobachtung, von dem Ethnologen Bronislaw Malinowski Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Methode der Feldforschung in der Ethnologie. Die methodologische Innovation Malinowskis, der während des 1. Weltkrieges als von Australien Internierter von 1915 bis 1918 auf der Neuguinea vorgelagerten Insel Mailu sowie dem Trobriand-Archipel als Ethnologe arbeitete, bestand in der – wie weit auch immer möglichen – Teilnahme an der Lebenswelt der Menschen, denen seine Forschung galt. Auf diese Weise versuchte er, die fremde Kultur von innen heraus zu erleben und erst in einem zweiten Schritt gemäß den Kriterien der westlichen Wissenschaft nachzuvollziehen. Grundlegend für diesen methodologischen Ansatz war u. a. das Erlernen der fremden Sprache sowie der Verzicht auf Dolmetscher. Auch wenn es Malinowski nicht gelang, seine Rolle als distanzierter Beobachter einer fremden Kultur aufzugeben, so hat der von ihm entwickelte Ansatz der teilnehmenden Bobachtung erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der ethnographischen Forschung ausgeübt.