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Treibeis, auch Drifteis genanntes Eis, das auf Flüssen, Seen oder Meeren (Meereis) treibt. In Flüssen bildet sich an der Flusssohle Grundeis, das aufsteigt und mit der Strömung flussabwärts transportiert wird. Im offenen Meer treiben Eisberge, die sich von Gletschern und Inlandeismassen ablösen und Eisschollen, die von der Eisdecke des Polarmeeres ihre Drift mit den kalten Meeresströmungen beginnen. Zu diesen Strömungen zählen der Labradorstrom und der Ostgrönlandstrom, die das Eis äquatorwärts in Gebiete niederer Breite verfrachten. Eisberge gelangen mitunter bis 36 Grad nördlicher Breite, Eisschollen etwa bis 40 Grad nördlicher Breite. Auf der Südhalbkugel driften Eisschollen bis etwa 50 Grad südlicher Breite, Eisberge können bis 35 Grad südlicher Breite verfrachtet werden. Der Bereich, bis zu dem Eismassen in Richtung des Äquators vordringen, wird Treibeisgrenze genannt. Für die Schifffahrt stellt das Treibeis ein großes Gefahrenpotential dar, da es vor allem im viel befahrenen Nordatlantik während der Monate April bis August reichlich vorhanden ist. In speziellen Kartenwerken wird deshalb die Treibeisgrenze, die Schwankungen unterliegt, monatlich aufgezeichnet.