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Wert, Bezeichnung für eine bestimmte Stufe der Qualität, in der Logik für eine symbolisch ausgedrückte Mess- oder Funktionsgröße. In der Metaphysik des Aristoteles – und davon beeinflusst in der späteren Scholastik – bemisst sich der Wert in Abstufung von der platonischen „Idee des Guten” als vollkommenes Sein, worin alle Möglichkeit zugleich Wirklichkeit ist. Nach David Hume bedarf es zur Klärung und Ordnung der verwickelten Lebensverhältnisse der vergleichenden Wertung der Gefühlsmomente durch die Vernunft, die jedoch in hohem Maße vom Gefühl der Sympathie geleitet wird. Aus ihren Überlegungen entspringen neben den natürlichen und ursprünglichen auch die abgeleiteten (künstlichen) Werte wie Gerechtigkeit bzw. normiertes Recht. Eine systematische Betrachtung erfuhr der Wertbegriff später in der Wertphilosophie, etwa bei Wilhelm Windelband, Heinrich Rickert, Nicolai Hartmann und Max Scheler.