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Carl Weyprecht

Carl Weyprecht (1838-1881), deutsch-österreichischer Polarforscher. Carl Weyprecht wurde 1838 in Darmstadt geboren. 1856 trat er in die österreichisch-ungarische Kriegsmarine ein und nahm an der Seeschlacht von Lissa (1866) teil. Ab 1871 war er zusammen mit Julius von Payer Mitglied der Isbjörn-Expedition, die in noch unbekannte Regionen der Barentssee vorstoßen sollte. Am 14. Juli 1872 verließen Weyprecht und Payer auf der Tegetthoff, einem eigens für die Expedition gebauten Schiff, den norwegischen Hafen Tromsö und versuchten den Nordpol zu erreichen. Das Schiff wurde am 21. August von Packeis eingeschlossen und in Richtung Franz-Josef-Land getrieben. Diese bis dahin unbekannte Inselgruppe wurde von Weyprecht und Payer genau erforscht. Auf weiteren Erkundungsfahrten erreichten sie mit 82 Grad nördlicher Breite den bis dahin nördlichsten Bereich, den je ein Polarforscher überquert hatte. Die Tegetthoff musste aufgegeben werden, und auf Schlitten erreichte die Expedition Nowaja Semlja, wo sie am 24. August 1874 von einem russischen Schiff gerettet wurden. Carl Weyprecht starb 1881 in Michelstadt. Zu den wichtigsten Werken des Forschers gehören Metamorphosen des Polareises (1879) sowie Praktische Anleitungen zur Beobachtung der Polarlichter und der magnetischen Erscheinungen in hohen Breiten (1881). Auf die Initiative von Weyprecht geht das Erste Internationale Polarjahr (1882/83) zurück. Elf teilnehmende Nationen errichteten dabei zwei Stationen in der Antarktis und zwölf in der Arktis.