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| 3. | Erregerbedingte Hautkrankheiten |
Verschiedene Hautinfektionen werden durch Bakterien, Pilze (siehe Pilzinfektionen), Parasiten (siehe Krätze, Läuse) und Viren ausgelöst. Eine Infektion durch Streptokokken kann eine Impetigo (Eiterflechte) oder ein Erysipel (Wundrose) zur Folge haben. Eine oberflächliche Infektion und Irritierung der Haarfollikel ist die Follikulitis (Haarbalg-, Haartaschenentzündung), in der Regel verursacht durch Staphylococcus aureus, oft in der Bartgegend. Die akute Hauterscheinung besteht aus einer oberflächlichen Pustel oder einem entzündeten Knötchen, welches das Haar umgibt. In einer tieferen Hautschicht erzeugen dieselben Erreger Furunkel (lateinisch furunculus: kleiner Dieb; gemeint ist: … der Körpersäfte): weiche, entzündete Knötchen um die Haarbälge herum. Letztere sterben ab und werden als Eiterpropf abgestoßen. Die Erkrankung befällt häufig junge, gesunde Menschen: Wenn Teenager in überfüllten Quartieren mit unzureichenden hygienischen Bedingungen leben, können kleinere Epidemien auftreten. Treten räumlich oder zeitlich benachbart mehrere Furunkel auf, spricht man von einer Furunkulose, mehrere zusammenfließende bezeichnet man als Karbunkel. Siehe auch Frambösie; Orientbeule
Eine parasitäre Hautinfektion ist die so genannte Creeping Eruption, hauptsächlich übertragen durch Ancylostoma brasiliense, dem Hakenwurm eines Hundes oder einer Katze. Die Parasiten legen ihre Eier in Hunde- oder Katzenkot ab. Die Larve überlebt in warmem, feuchtem Erdreich oder Sand und dringt in ungeschützte Haut ein, wenn diese den Erdboden berührt. Am häufigsten werden die Füße, die Beine, das Gesäß oder der Rücken befallen. Das zufällige Einbohren des Parasiten in die Haut führt zu gewundenen, fadenförmigen und entzündeten Gängen. Der heftige Juckreiz löst häufig eine lokal begrenzte Neurodermitis oder eine bakteriell bedingte Infektion mit bizarrem Muster aus. Viren verursachen u. a. Warzen, Feigwarzen und die verschiedenen Formen des Herpes.