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| 4. | Strukturen |
Die Liganden besetzen die innere Koordinationssphäre, während die äußere Koordinationssphäre durch die Bindungspartner des gesamten Komplexes gebildet wird, also bei einem Komplexanion durch das Kation bzw. die Kationen.
Die Koordinationszahl kann zwischen 2 und 12 liegen und sogar ungerade sein. Das Zentralatom oder -ion befindet sich meist in der Mitte des von den Liganden gebildeten Körpers. Dieser ist fast immer regelmäßig (siehe Polyeder), weil die Liganden einander abstoßen. Bei der – sehr häufigen – Koordinationszahl 6 ist es ein Oktaeder oder ein dreieckiges Prisma und bei der Koordinationszahl 4 ein Tetraeder oder ein Quadrat.
Kann ein Ligand nur eine Bindung mit dem Zentralteilchen eingehen, dann nennt man ihn einzähnig. Es gibt aber auch zwei- und mehrzähnige Liganden. Diese haben an voneinander entfernten Atomen ihres Moleküls jeweils mindestens ein freies Elektronenpaar, von denen jedes mit dem Zentralteilchen eine Bindung eingehen kann, die als „eigene” Koordinationsstelle für die KZ zählt. Ein zweizähniger Ligand ist beispielsweise Ethylendiamin (oder 1,2-Diaminoethan) mit der Formel
H2N8CH28CH28NH2.
Darin trägt jedes Stickstoffatom (N) ein freies Elektronenpaar, hier durch die Unterstreichung angedeutet. Mehrzähnige Liganden bilden so genannte Chelatkomplexe (vom griechischen Wort chere: Kralle, Krebsschere). Hierzu ein Beispiel:
