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Hermann Löns (1866-1914), deutscher Schriftsteller.
Hermann Löns wurde am 29. August 1866 in Culm bei Bromberg als Sohn eines Gymnasiallehrers geboren. Nach dem Abitur in Münster und einem abgebrochenen Studium der Naturwissenschaften arbeitete er 1891 in Kaiserslautern, 1892 in Gera und 1893 bis 1909 in Hannover als Journalist, bevor er sich als freier Schriftsteller niederließ. Hermann Löns verfasste Skizzen und Erzählungen, in denen er Flora und Fauna der Lüneburger Heide treffend und sorgfältig beschrieb, sowie konventionelle, gefühlvoll-sentimentale Natur- und Liebeslyrik mit Volksliedcharakter, Soldatengesänge und Romane aus dem bäuerlichen Milieu. Sein teilweise von einer germanisch-deutschen Blut-und-Boden-Ideologie beeinflusstes Werk, in dem er vor allem in dem erfolgreichen Roman über den Dreißigjährigen Krieg Der Wehrwolf (1910) bereits völkisches und rassistisches Gedankengut äußerte, wurde besonders während des Nationalsozialismus geschätzt. Hermann Löns, der sich zu Beginn des 1. Weltkrieges als Freiwilliger zur Armee meldete, fiel am 26. September 1914 bei Reims.
Zu den Werken von Hermann Löns gehören Mein goldenes Buch (1901), Mein grünes Buch (1901), Mümmelmann (1909), Der letzte Hansbur (1909), Dahinten in der Heide (1910), Der Wehrwolf (1910), Der kleine Rosengarten (1911), Die Häuser von Ohlenhof (posthum 1917) und Junglaub (posthum 1919).