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Richard E. Smalley

Richard E. Smalley (1943-2005), amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger.

Richard Errett Smalley wurde am 6. Juni 1943 in Akron (Ohio) geboren. Ab 1963 studierte er Chemie an der University of Michigan. Nach seiner Graduierung 1965 ging Smalley in die Industrie, und zwar zu einer Tochterfirma der Shell Chemical Company in Woodbury (New Jersey). Vier Jahre später wechselte er an die Princeton University, wo er 1973 den Doktortitel erlangte. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of Chicago folgte Smalley 1976 dem Ruf der Rice University in Houston (Texas). Hier war er zunächst als Assistenzprofessor und ab 1981 als ordentlicher Professor tätig. An der Rice University lernte Smalley Robert F. Curl kennen und begann eine langjährige Zusammenarbeit mit ihm.

Mitte der achtziger Jahre führten Smalley und Curl Versuche durch, die die Bildung kohlenstoffhaltiger Materiewolken im Weltall simulieren sollten. Dazu verdampften sie Kohlenstoff mit Hilfe von Lasern. Mittels spektroskopischer Methoden fanden Smalley und Curl heraus, dass in dem heißen Dampf nahezu kugelförmige Moleküle aus Kohlenstoff entstanden waren: Sie hatten die Fullerene entdeckt. Unabhängig von ihnen führte auch der britische Chemiker Sir Harold W. Kroto ähnliche Experimente durch und lieferte erstmals eine Beschreibung des Fullerenmoleküls C60. Für ihre Arbeiten teilten sich die drei Wissenschaftler 1996 den Nobelpreis für Chemie. Smalley starb am 28. Oktober 2005 in Houston.