| Traditionelle Chinesische Medizin | Artikelansicht | ||||
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| 3. | Diagnostik und Therapie |
Die Diagnostik der TCM verlässt sich zunächst auf die Sinneswahrnehmungen des Therapeuten. Die aktuelle Diagnose basiert auf einer detaillierten Anamnese (einer Aufnahme der Krankengeschichte) unter besonderer Berücksichtigung zeitlicher Abläufe und auf der Aufnahme der sinnlichen Eindrücke von Puls und Zunge, neben der Beobachtung von Habitus und Verhalten. Es folgt die Syndrom-Differentialdiagnostik (das Erfassen des genauen Krankheitsbildes) unter Beachtung verschiedener Disharmoniemuster. Zu den Behandlungsgrundsätzen gehören die Unterscheidung von Manifestation (biao) und Wurzel (ben) einer Krankheit. Man unterscheidet zwei unterschiedliche Therapieformen: Zheng zhi arbeitet antagonistisch zum Krankheitsprozess, also beispielsweise mit Kälte zur Behandlung von Hitze und mit Hitze zur Behandlung von Kälte, wohingegen fan zhi Rezepte verwendet, die der Krankheitsnatur ähneln. Dies ist vergleichbar mit den gegensätzlichen Konzepten von Allopathie und Homöopathie in der westlichen Medizin.
Zur Traditionellen Chinesischen Medizin zählen als „äußere” Anwendungen die Akupunktur und die Moxibustion, bei der glimmendes Moxakraut (Beifuß) bestimmte Akupunkturpunkte erwärmt (zusammengefasst als „Aku-Moxa-Therapie” bezeichnet) sowie als „innere” Therapie eine Arzneimitteltherapie, insbesondere eine Kräuterheilkunde. In zweiter Linie werden auch aus Tieren und Mineralien gewonnene Stoffe verwendet. Als dritter Bereich treten Massage und Chiropraxis hinzu. Im weiteren Sinn gehören auch eine umfassende Ernährungslehre und unterschiedliche Arten der Bewegungs- und Atemtherapie wie Qigong zum System der Traditionellen Chinesischen Medizin.