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Henrik Galeen

Henrik Galeen (1881-1949), deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Mit seinen Regiearbeiten Der Student von Prag (1926) und Alraune (1927) sowie seinen Drehbüchern zu Friedrich Wilhelm Murnaus Nosferatu (1922) und Paul Lenis Das Wachsfigurenkabinett (1923) gehört er zu den bedeutendsten Filmschaffenden des phantastischen deutschen Stummfilms.

Galeen wurde am 7. Januar 1881 in Berlin geboren. Er war zunächst Journalist und Schauspieler, 1906 wurde er Assistent von Max Reinhardt, ehe er sich 1910 dem Film zuwandte. Mit seiner vielseitigen Tätigkeit vor und hinter der Kamera zählt Galeen zu den Pionieren des deutschen Films: Er wirkte an den bedeutendsten Leistungen des phantastischen deutschen Stummfilms mit, wie in Paul Wegeners Der Student von Prag (1913; Remake durch Galeen 1926 mit Conrad Veidt und Werner Krauss), Der Golem (1914, Co-Regie) und Der Golem, wie er in die Welt kam (1920, Mitverfasser des Drehbuchs). Seine Leistung als Regisseur von bedeutenden expressionistischen Filmen speziell im Horrorgenre wurde von der Filmwissenschaft erst spät berücksichtigt. Galeen schrieb die Drehbücher zu Friedrich Wilhelm Murnaus Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922) und Paul Lenis Das Wachsfigurenkabinett (1923). Mit Alraune (1927; mit Brigitte Helm und Paul Wegener, nach dem Roman von Hanns Heinz Ewers) festigte er seinen Ruf als Regisseur des „Übersinnlichen”. Ende der zwanziger Jahre arbeitete Galeen in den Londoner Studios, wo er After the Verdict (1929) realisierte, ehe er 1933 in die Vereinigten Staaten emigrierte. Henrik Galeen starb am 30. Juli 1949 in Randolph (Vermont).