| Millennium: 15. Jahrhundert | Artikelansicht | ||||
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| 5. | Amerika |
| 1. | Die Anden |
Inka Viracocha und sein Sohn Pachacuti waren sich sehr ähnlich. Heldentaten, die dem einen zugeschrieben wurden, ähnelten den Taten des anderen. Der Sohn hieß eigentlich Cusi Yupanqui. Der Name, den er annahm, Pachacuti, bedeutete „Erneuerer des Lands oder der Zeit” und verwies auf die großen Reformen, die in dieser Zeit durchgeführt wurden. Für diese Reformen zeichnete aber nicht allein er, sondern auch Inka Viracocha verantwortlich, der bis 1438 regierte. Viracocha war es, der die Vorratsscheunen in den Dörfern einführte. Dadurch wurde später die Versorgung der Armeen sichergestellt – ein wichtiger Pfeiler der Organisation des Inka-Reichs. Und Viracocha war es auch, der das Quechua als Amtssprache für das gesamte Reich einführte. Er war es, der Völker aus besiegten Gebieten in andere Gegenden umsiedelte und in den besiegten Gebieten ergebene Untertanen ansiedelte (die Umgesiedelten wurden mitimaes genannt). Und er ließ viele Straßen bauen.
Als Pachacuti die Nachfolge antrat, war das Land bereits auf dem Weg zu großer Blüte. Die Inka leiteten ihre Herrschaft vom Sonnengott Inti ab. Der Sapa Inka sei ein direkter Abkömmling des Sonnengotts und damit der Ursprung aller irdischen Macht. In einem monogamen (auf der Einehe beruhenden) Staat, in dem Ehebruch schwer bestraft wurde, war der Inka selbst das Oberhaupt einer polygamen Familie. Unterworfene Völker wurden der Inka-Dynastie durch Ehen mit den regierenden Familien einverleibt. Oftmals kamen Botschafter unabhängiger Stämme mit der Bitte, in das Tahuantinsuyu, das „Reich der Vier Himmelsrichtungen” der Inka aufgenommen zu werden. Solche Stämme wurden gegenüber besiegten Stämmen bevorrechtigt. Sie nahmen unter Beibehaltung eigener Gottheiten den Sonnenkult und die Kultur der Inka an. Die Kultur begann beim Inka-Kalender. Der Mondmonat hatte 29,11 Tage und das Sonnenjahr 365,1 Tage, und diese beiden Zeitrechnungen mussten miteinander in Einklang gebracht werden. Mit Hilfe von Quipus, Schnüren verschiedener Farbe, wurden Daten ausgetauscht und festgelegt. Dabei gab die Farbe den Gegenstand an (zu schließende Ehen, zu bauende Häuser, zu rekrutierende Soldaten usw.) und die Anzahl der Knoten die Zahlenwerte (entsprechend einem Dezimalsystem). Auf Naturwissenschaften und geometrisches Denken wurde großer Wert gelegt. Da die Inka keine Schrift kannten, wurden wichtige historische Ereignisse mit Hilfe bemalter Tafeln und gesprochener rhythmischer Verse dargestellt.
Es gab keinen Mittelstand, es sei denn, den der Beamten. Das Inka-Reich kannte auch keine Sklaverei. Aber es gab kriegsgefangene Zwangsarbeiter und eine Kaste von Bediensteten niederen Ranges („Staatskinder”), die keine Familie mehr hatten, oder Abkömmlinge aufständischer Stämme. Die Inka versuchten einen nationenübergreifenden Staat zu schaffen. Das Reich sollte sich „nach den vier Himmelsrichtungen” ausbreiten. Aber die Indianer, die tief in den Urwäldern wohnten, blieben unbehelligt: Aus Angst vor Krankheiten drangen die Inka dorthin nicht vor.
Unterwegs konnte die Armee immer damit rechnen, auf Vorratslager (tampu) zurückgreifen zu können. Die Instandhaltung der Straßen war sehr wichtig. Jeder Clan (ayllu) musste beim Anlegen und Instandhalten von Straßen mithelfen und war für seinen Teil verantwortlich. Nur unter besonderen Umständen, z. B. nach Erdrutschen, half die Armee beim Straßenbau. Die Organisation des Straßenbaus war ausgefeilt, die Technik einfach.
Im Bergland gab es Bewässerungskanäle und kleine, von Steinmauern begrenzte Terrassen. Mais war das Hauptnahrungsmittel und Quinoa die Getreideart, die auch oberhalb der Maisgrenze noch gedieh. Koka war das wichtigste Genuss- und Betäubungsmittel: Es linderte Beschwerden und Schmerzen und erfrischte bei Müdigkeit. Es gab ein Jagdgesetz, das die Jagd von wilden Guanakos und Hirschen begrenzte. Lamas wurden hauptsächlich als Lasttiere eingesetzt. Vikunjas und Alpakas lieferten schönere, flauschigere Wolle. In den bewässerten Küstenplantagen wurde Baumwolle angebaut.
Die medizinische Versorgung war Sache des Staates: Die Ärzte – Männer und Frauen – waren hervorragend ausgebildet. In der Orakelstadt Rimac gab es sehr viele erfahrene Schädelspezialisten, die viel Arbeit hatten: Keulen und Schleudern waren die bevorzugten Kampfwaffen und der Schädel das beliebteste Ziel.
An der Küste, am Eingang des Gebirgspasses, lag das Chimú-Fort Paramonga. Es war mit Adobe gebaut, einem Lehm, aus dem auch luftgetrocknete Ziegel hergestellt werden. Oben im Bergland wurde unter Pachacuti der Bau von Sacsayhuamán („kaiserlicher Falke”) abgeschlossen. Sacsayhuamán war, hoch über Cuzco gelegen, ein Aussichtsposten und ein uneinnehmbarer Vorposten. Das Bauwerk bestand aus riesigen Felsblöcken, die so genau aufeinanderpassten, dass keine Messerklinge mehr dazwischenpasste. Hierzu wurden die Blöcke eigens ausgesucht und zurechtgeschliffen. Das Schleifen geschah ohne Eisenwerkzeug, denn Eisen kannten die Inka ebenso wenig wie Zement. Sie arbeiteten mit Ilancac allpa, einer feuchten Klebmischung, die keine Spuren hinterlässt. Sacsayhuamán ist das mächtigste Bauwerk in den Anden. Zusammen mit Coricancha, dem Sonnentempel, zeugt es von der Baukunst der Inka und von ihrem gesamten künstlerischen, kulturellen, religiösen und politischen Leben. Coricancha hatte mit Gold verkleidete Wände. Dies galt für das Hauptgebäude. Die Hauptwand bestand aus goldenen Doppelplatten und stellte den Sonnengott dar. Des Weiteren bestand Coricancha aus einem Komplex von Tempeln oder Kapellen um den Innenplatz herum. Einer dieser Tempel war dem Mond geweiht, der die oberste Gottheit der Chimú-Kultur war, bevor diese Kultur in der Inka-Kultur aufging. Die Chimú-lndianer, ein Küstenvolk, verehrten den Mond, dem das Meer in der Nacht seine Geheimnisse preisgibt. Die Wände des Mondtempels waren mit Silber verkleidet. An der Küste befanden sich die großen Tempelanlagen Puro Chuco und Caja Mejilla. Siehe auch präkolumbische Kunst und Architektur
| 2. | Mexiko |
Die Azteken konnten sich einer Adelsdynastie rühmen, die auf die ruhmreichen Tolteken zurückging. Beim Tod des Gewaltherrschers Tezozómoc, Chichimeken-König und Herrscher von Atzapotzalco, entstand Raum für politische Verschiebungen. Der Aztekenkönig Itzcoátl trat einem Dreierbündnis bei, an dem neben Tenochtitlán die Städte Tezcoco und Tlacopan beteiligt waren. Im Gegensatz zu Tezcoco, das durch seinen König Netzahualcoyótl zu Ruhm gelangt, war Tlacopan dabei nur ein schwacher Verbündeter.
Itzcoátl war bis zu seinem Tod im Jahr 1440 König der Azteken. Nachfolger wurde sein Neffe Moctezuma I. Das Volk der Azteken fiel durch Überheblichkeit und aggressives Verhalten auf. Jetzt verfügte es obendrein mit Moctezuma I über einen großen General und mit Tlacaélel über einen intelligenten Ideologen. Von manchen wurde Tlacaélel als Begründer des Aztekenstaats angesehen. Für andere wiederum war er nur eine finstere Macht hinter der Dynastie, eine Macht, die Könige schuf und vergiftete: Er überlebte nämlich drei Könige.
Als in den Jahren 1450 und 1451 Schnee und Regenfälle große Überschwemmungen und Nahrungsmangel verursachten, wurden den Göttern immer mehr Menschenopfer dargebracht. Anfänglich blieb das Ergebnis aus, aber schließlich „ließen sich die Götter erweichen”, und es kam Nahrung im Überfluss. Daraus zog man die Schlussfolgerung, dass für die Zukunft Vorbeugen besser als Heilen sei. Im Hintergrund der Menschenopfer stand der Glaube der Azteken, dass, als die Welt kurz vor ihrem Untergang stand, die Götter die Welt nur retten konnten, indem sie sich selbst opferten. Sie gaben ihr Herzblut, um die Sonne am Himmel zu halten und so die Menschheit zu retten. Das menschliche Blut kam also nach Auffassung der Azteken von der Sonne, und nur mit Menschenblut konnte die Sonne genährt werden. So war der Mensch in den natürlichen Kreislauf aufgenommen, und dabei stand das Totenopfer im Mittelpunkt.
Ein großer Teil der in dem Katastrophenjahr geopferten Menschen waren Huaxteken. Diese Abkömmlinge der Maya, eine isolierte Gruppe, die zwar einige Maya-Merkmale, aber wesentlich mehr Unterschiede aufwies, galten als unbesiegbar. Die Huaxteken waren die Spartaner Mexikos. Fasten, auf dem Boden schlafen, bei rauen Witterungsverhältnissen unbekleidet umhergehen, Gewaltmärsche mit schwerem Gepäck – das alles war Teil der Ausbildung der jungen Krieger. Und wenn sie erwachsen waren, zogen sie mit bunten Tätowierungen in den Krieg, mit gefeilten und schwarz angemalten Zähnen. Sie trugen Holzrasseln auf ihren Helmen und Metallrasseln auf dem Rücken, so dass das Kriegsgeheul und -gerassel beim Angriff der Huaxteken dem Feind das Blut in den Adern gerinnen ließ.
Im Jahr 1451, als viele Menschenopfer nötig waren, beschloss Moctezuma I., der Unbesiegbarkeit der Huaxteken ein Ende zu machen. Tatsächlich gelang es den Azteken, die Huaxteken zu umzingeln und zu besiegen. Daraufhin wurden alle Huaxteken-Tempel verbrannt, viele Frauen und Kinder getötet und alle Gefangenen in Tenochtitlán geopfert. Die drei Söhne Moctezumas – Axayacátl, Tizoc und Ahuizotl –, die nacheinander an die Macht kamen, erbten ein Reich, in dem immer Aufstände niederzuschlagen, neue Provinzen zu erobern und Garnisonen zu hinterlassen waren, um Rebellionen zu verhindern. Bereits 1486, in dem Jahr, als Moctezumas dritter Sohn die Herrschaft antrat, hatten sich die Huaxteken so weit erholt, dass sie sich erhoben – wenn auch vergeblich.
Ahuizotl eroberte das Oaxaca-Tal und erreichte die Küste des Golfs von Mexiko und den Stillen Ozean. Ahuizotl war ein gnadenloser Herrscher, der hohe Tributzahlungen forderte und der zu Ehren des Gottes Huitzilopochtli 20 000 Menschenherzen opferte: In vier Reihen, die jeweils vier Kilometer lang waren, mussten sich die Opfer hinstellen und auf ihre Hinrichtung warten, während hohe Gäste aus verbündeten und unterworfenen Städten dabei zusahen. Am Ende dieser Herrschaft hatte sich das Azteken-Reich über beinahe ganz Mittel- und Südmexiko ausgebreitet. Die Stämme waren unterjocht, und die Verwaltung hielt alles unter Kontrolle.
Die Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlán, war inzwischen zu einer Weltstadt angewachsen, und das Tal von Mexiko war ein dicht bevölkertes Gebiet geworden. Mitten in der Stadt stand eine Doppelpyramide, die den Gottheiten Huitzilopochtli und Tlaloc geweiht war. Auch die königlichen Paläste befanden sich dort. Um das Zentrum herum lagen die Anwesen der Adligen oder Mächtigen, umgeben von den bescheidenen Häusern der Bürger. Die zahlreichen Kanäle hatten Seitenwände aus Stein. Neben den Kanälen verliefen Fußgängerstraßen. Der Transport von Menschen und Waren über das Wasser hatte in einer Welt, die weder Rad noch Pferd und noch nicht einmal Hundeschlitten kannte, große Vorteile.
Das Dreierbündnis, mit dem der Aufstieg Tenochtitláns begonnen hatte, gehörte jetzt der Vergangenheit an. Tezcoco hatte nach dem Tod seines großen Königs Netzahualcoyótl die Vorherrschaft abgeben müssen. Netzahualcoyótl war eine bemerkenswerte Person. Während sich ein Indianerfürst im Allgemeinen durch seine Eroberungen auszeichnete, zeichnete sich Netzahualcoyótl durch seine Geistesgaben aus. Als Kind hatte er seinen Vater und seine Getreuen im Kampf sterben sehen. Er musste sich verstecken, um so die Dynastie zu retten. Jetzt hielt er gegenüber den kriegslüsternen Azteken die Macht seiner Stadt durch seine geistige Autorität hoch. Er war Dichter und Philosoph, Architekt und Konstrukteur von Aquädukten und entwarf botanische Gärten. Der Mensch und das Weltall, die Frage nach dem Verhältnis zwischen Ewigkeit und Augenblick waren Gegenstand seiner Gedanken. „Wir sind hier nur Gäste auf Zeit.” Aber später schrieb er: „Schließlich hat mein Herz begriffen: Ich höre ein Lied, ich sehe eine Blume. Fürwahr, sie werden nicht vergehen.”
Als er starb, war er über 70 Jahre alt. Sein Sohn Nezahualtpitli trat in die Fußstapfen seines Vaters. Aber gerade deshalb konnte er nicht verhindern, dass das militärisch stärkere Tenochtitlán die Vorherrschaft errang. Die Azteken stellten Skulpturen aus Stein her, die sowohl realistisch als auch symbolisch sein konnten. Vögel, Federn und Schlangen nahmen einen wichtigen Platz ein. Quetzalcoatl, einst König, später Gott der Tolteken, kehrte auch hier als gefiederte Schlange wieder, in Stein gemeißelt.
| 3. | Die europäischen Entdeckungsreisen |
Am 12. Oktober 1492 landeten weiße, bärtige Männer auf einer Insel in Mittelamerika und setzten ein Kreuz und eine Flagge in den Boden. Dabei gaben sie dem Stück Land einen spanischen Christennamen: San Salvador. Schnell sahen sie sich umringt von Eingeborenen. Der Kapitän der Weißen, Kolumbus, beschrieb diese Eingeborenen als gut gebaute, freundliche Menschen, mit einer Hautfarbe wie die Kanarier, nicht schwarz und auch nicht weiß. Sie lebten in ihrem natürlichen Zustand, unbekleidet und unbewaffnet, und könnten leicht zu Christen gemacht werden. Es hieß auch, sie trügen Schmuck aus Gold. In San Salvador gingen die Spanier in ihrem ungeduldigen Verlangen, in Catay (China) und Cipango (Japan) zu landen, wieder an Bord. Und sie entdeckten Kuba und anschließend Hispaniola. An dieser Küste zerschellte das Flaggschiff der Expedition, die Santa Maria. 40 Besatzungsmitglieder wurden zurückgelassen, und die übrigen beiden Schiffe, die Pinta und die Niña, kehrten Anfang Januar 1493 nach Spanien zurück.
Am 25. September des gleichen Jahres stach Kolumbus erneut in See, diesmal mit über 1 500 Mann und 17 Schiffen. Der Auftrag lautete jetzt, dauerhaft eine Kolonie zu gründen. Der Kurs war südlicher, die Schiffe kamen auf den Kleinen Antillen an. Jede Insel erhielt den Namen eines Heiligen, aber schließlich gab es so viele kleine Inseln, dass sie sinnigerweise „Die elftausend Mägde” (der heiligen Ursula) genannt wurden. Eine größere Insel erhielt den Namen San Juan de Puerto Rico. Von den bei der ersten Reise zurückgelassenen Spaniern war nur noch einer übrig. Zwölf Karavellen segelten nach Spanien zurück, um mehr Siedler zu holen. Drei andere Schiffe fuhren unter Kolumbus nordwärts und stießen wieder auf Kuba. Sie erklärten Kuba zum Festland, zur „äußersten Ostgrenze Asiens”. Auch entdeckte man, dass es dort nicht so viel Gold gab, wie man zunächst angenommen hatte.
Im März 1495 fand das erste Gefecht zwischen Weißen und Indianern statt. 500 Indianer wurden als Gefangene nach Spanien gebracht, um dort als Sklaven verkauft zu werden, als Ausgleich für die entgangenen Bodenschätze. Für die Landwirtschaft und den Bergbau auf Kuba dachte man sich das System des repartimiento aus: Jeder Spanier erhielt eine bestimmte Anzahl von Indianern zugewiesen, die gezwungen wurden, für ihn zu arbeiten. Kolumbus war Vizekönig von Las Indias. Seine Brüder Bartolomé und Diego teilten mit ihm das Amt. Der frisch ernannte apostolische Vikar und der Spanier Pedro Margarite protestierten bei den katholischen Königen gegen die Landverteilungen und gegen die Behandlung, die den Indianern zuteilwurde. Im April 1495 wurde die Monopolstellung von Kolumbus durchbrochen. Jeder, der bestimmte Voraussetzungen erfüllte, durfte nach „Indien” fahren. Nach einer langen theologischen Auseinandersetzung wurde der Sklavenhandel von den Regenten Ferdinand und Isabella für unzulässig erklärt und verboten. Ein theologischer Kongress war zu dem Schluss gekommen, dass Indianer menschliche Wesen seien, vernunftbegabt und mit einem freien Willen. Nur diejenigen, die sich weigerten, Christen zu werden, könnten als Sklaven behandelt werden.
1498 betrat Kolumbus an der Mündung des Orinoco zum ersten Mal das südamerikanische Festland. Er nannte diese Erde „Gnadeninsel” (Isla de la Gracia). Zurück auf Kuba, fand er dort eine vollkommen veränderte Situation vor: Im Süden der Insel waren große Silberminen gefunden worden. Die Verteilung von Land und Indianern war weitergegangen und nahm endgültige Formen an. Wirtschaftlich kam die Kolonie zur Blüte, aber auf Kosten der Ureinwohner. Die Indianer waren praktisch, trotz des königlichen und kirchlichen Verbots, Zwangsarbeiter in den Diensten der europäischen Besatzer geworden.
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