Genua
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Genua
3. Stadtbild

Die Altstadt erstreckt sich über einen schmalen Streifen der Küstenebene nördlich des alten Hafens. Im Osten und Westen wurden entlang der Küste und auf den Hügeln hinter dem alten Hafen Industrie- und Wohngebiete angelegt. Im Herzen der Altstadt befindet sich die romanisch-gotische Kirche San Donato aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Dem Hafen zugewandt ist der Palazzo San Giorgio, der im 14. Jahrhundert von dem ersten Dogen Genuas, Simone Boccanegra, erbaut wurde und später zum Sitz der mächtigen San-Giorgio-Bank wurde. 2006 wurden mit den Strade Nuove und den Palazzi dei Rolli einige prachtvolle Anlagen aus dem 16./17. Jahrhundert, der künstlerischen Blütezeit der Stadt, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Überlieferungen zufolge begannen die Arbeiten an der Kathedrale San Lorenzo mit der ersten Beute aus den Kreuzzügen. Die 1118 geweihte Kirche beherbergt eine Fülle von Kunstschätzen. Im massiven Palazzo Ducale aus dem 16. Jahrhundert, der früher die Residenz der Dogen war, befinden sich heute die Gerichtshöfe. Auf der Piazza San Matteo stehen die Häuser der Familie Doria und die Kirche San Matteo, die 1125 von der Familie gestiftet wurde. In ihr befindet sich das Grab des genuesischen Admirals und Staatsmannes Andrea Doria. Weiter nordwestlich, nahe der Stazione Marittima, einem Anleger für Ozeanriesen, steht die im 16. Jahrhundert erbaute Kirche Sant’Annunziata. Zu den historischen Stätten Genuas gehört auch das Geburtshaus von Christoph Kolumbus. Die Stadt ist Standort der Universität Genua (1471).