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Einleitung |
Sumpfland, baumloses oder baumarmes Feuchtgebiet, in dem der Grundwasserspiegel nahe der Bodenoberfläche liegt. Im Sumpfland wachsen vorwiegend Süßgräser, Schilf, Seggen, Binsen und Rohrkolben. Diese Pflanzen wurzeln in wassergesättigten oder zumindest zeitweise wasserüberfluteten Böden; ihre Blätter ragen aus dem Wasser heraus.
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Sumpftypen |
Es gibt sowohl Süßwasser- als auch Salzwassersümpfe. Süßwassersümpfe entwickeln sich entlang der seichten Randgebiete von Seen und langsam fließenden Flüssen, wenn sich diese mit Ablagerungen füllen und verlanden. Salzsümpfe treten überwiegend im Küstenbereich auf. In tropischen Gebieten wachsen dort Mangroven. Salzsümpfe des Binnenlandes nehmen die Ränder von Salzseen ein. Die Beschaffenheit eines Sumpfes, seine Pflanzenzusammensetzung und seine Produktivität werden stark von seiner Beziehung zu den umliegenden Ökosystemen beeinflusst. Diese wirken sich auf die Nährstoffversorgung, die Wasserbewegung sowie die Art des Sediments und die Form der Ablagerung aus.
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Wasser und Vegetationsmuster |
In manchen ausgedehnten Sumpfgebieten wie den Everglades oder den Salzsümpfen an Gezeitenküsten fließt das Wasser flächenhaft über die Oberfläche ab. In anderen Sumpfgebieten fließt es eher in Rinnen ab und überflutet das Gelände nur bei weiterem Zufluss von Wasser, etwa während der Schneeschmelze oder bei heftigen Regenfällen. Tiefes Sumpfwasser wird von Schwimmpflanzen (z. B. Laichkraut) und Schwimmblattpflanzen (Seerosen) besiedelt. Seichtes Wasser fördert den Wuchs von Sumpfpflanzen wie Rohrkolben, Schilf, Seggen und anderen grasartigen Pflanzen.
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Bedeutung |
Süßwassersümpfe sind wichtige Brut- und Überwinterungsgebiete für Wasser- und Küstenvögel, Frösche, Wasserinsekten und viele andere Arten von Süßwasserlebewesen. Salzsümpfe haben als Überwinterungsplätze für Schneegänse und andere wassergebundene Zugvögel sowie als Brutplätze etwa für Reiher, Rallen und Kormorane Bedeutung. Weiterhin sind Sümpfe aufgrund ihres hohen Wasseraufnahmevermögens wichtig für den Hochwasserschutz. Doch trotz dieser großen Bedeutung für die Umwelt werden sie fortwährend durch Entwässerung zerstört. Dabei wird Oberflächen- oder Grundwasser durch eigens dafür angelegte Kanäle oder Gräben abgeleitet. So entstanden viele Städte wie Rom, Brüssel, Tokyo und Sankt Petersburg – zumindest teilweise – auf Land, das aus Sümpfen gewonnen wurde. Auch zum Zwecke der landwirtschaftlichen Nutzung wurden vielerorts über Jahrhunderte hinweg weite Gebiete trockengelegt.
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