Island
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Island
4. Bildung und Kultur

Es besteht eine allgemeine Schulpflicht von 11 Jahren (2002–2003); der Unterricht, der von Oktober bis Mai in Ganztagsschulen bzw. (vor allem auf dem Land) in Internaten abgehalten wird, ist kostenlos. An die sechsjährige Primarstufe schließt sich die vierjährige Sekundarstufe I an; die Sekundarstufe II dauert drei bzw. vier Jahre. Weiterführende Schulen und Hochschulen sind die University of Iceland (1911) in Reykjavík, eine technische, eine landwirtschaftliche Hochschule sowie eine Hochschule für Musik.

Die bedeutendsten Bibliotheken Islands befinden sich alle in Reykjavík: es sind dies die Universitätsbibliothek, die Nationalbibliothek und die Stadtbücherei. Das Naturkundemuseum sowie das Nationalmuseum, das eine der größten Sammlungen isländischer Altertümer beherbergt, sind ebenfalls in der Hauptstadt ansässig. Außerdem verfügt die Stadt über eine Kunstgalerie mit zahlreichen Exponaten des isländischen Bildhauers Einar Jónsson. Zur Literatur des Landes siehe isländische Literatur.

In Reykjavík erscheinen sechs parteipolitisch ausgerichtete Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 105 000 Exemplaren, wobei sich die konservativen Blätter allein 85 000 mal verkaufen; der Rest der Tagesauflage entfällt auf liberale und sozialistische Organe, darunter die Zeitungen Timinn und Dagur. Die Telefon- und Telegraphendienste gehören dem Staat und werden von ihm verwaltet. Das Monopol des staatlichen isländischen Rundfunksenders über Radio- und Fernsehsendungen endete 1986. Mittlerweile sind in Island acht private Radio- und ein Fernsehsender in Betrieb, die von etwa 80 000 Zuhörern bzw. 75 000 Zuschauern empfangen werden.