Ludwig van Beethoven
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Ludwig van Beethoven
3. Frühe Wiener Jahre

Im November 1792 kam Beethoven, wahrscheinlich auf Vermittlung des Grafen Waldstein, zum zweiten Mal nach Wien und bildete sich dort v. a. bei Joseph Haydn, später auch bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri weiter. Kontakte zu Adeligen aus Bonn ermöglichten Beethoven den Zugang zu den Wiener Adelshäusern, wo er häufig auftrat und sich als Pianist und Komponist profilierte. In diesen Kreisen bewunderte man besonders seine Fähigkeiten bei der Improvisation, die vermutlich in die frühen Klavierkompositionen Eingang gefunden haben. In dieser Zeit wurde Beethoven besonders unterstützt von den Fürsten Lichnowsky, Rasumowsky, Esterházy und Lobkowitz. Zuwendungen durch adelige Förderer und die Veröffentlichung seiner Kompositionen ermöglichten Beethoven ein Leben als freischaffender Künstler, was Mozart ein Jahrzehnt zuvor nur bedingt gelungen war.

1794 begann Beethoven mit der Komposition der Klaviertrios op. 1, seiner ersten großen Veröffentlichung. Im März 1795 trat er das erste Mal öffentlich (im Burgtheater) vor das Wiener Publikum, wobei er wahrscheinlich sein 1. Klavierkonzert uraufführte. 1796 folgten erfolgreiche Konzertauftritte in Prag, Dresden und Berlin sowie in Preßburg und Pest. Nach Klaviersonaten und vielfältigen Kammermusikwerken begann Beethoven 1798 mit der Komposition der sechs Streichquartette op. 18, mit denen er die große Serie seiner Streichquartette eröffnete. 1799 galt der Schwerpunkt seiner Arbeit neben diesen Werken und der Klaviersonate in c-Moll (op. 13, Pathétique, 1798/99) der Komposition seiner 1. Sinfonie (C-Dur, op. 21, 1799/1800). Die Gattungen der Sinfonie, der Klaviersonate und des Streichquartetts bildeten von nun an das Herzstück seines Schaffens.