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Elektrophorese, Bezeichnung für eine Trenn- und Reinigungsmethode, die u. a. in der Biochemie, der Medizin, der Biologie und beispielsweise auch in der Industrie zum Einsatz kommt. Das Grundprinzip der Elektrophorese beruht auf der Wanderung von geladenen Teilchen im elektrischen Feld, die in einer Flüssigkeit dispergiert oder kolloidal gelöst sind. Wandern die Teilchen in der Lösung zur Kathode, spricht man von Kataphorese, wenn sie umgekehrt zur Anode wandern, spricht man von Anaphorese. So nehmen z. B. in einer Dispersion aus Latex und Wasser die Latextröpfchen Ladung auf. Beim Anlegen einer elektrischen Spannung an dieses System wandern die Latextröpfchen zur entgegengesetzt geladenen Elektrode und scheiden sich dort ab. Auf diese Weise werden beispielsweise Operationshandschuhe und andere Produkte aus Latex hergestellt. Auch zahlreiche Autoteile lassen sich durch einen elektrophoretischen Vorgang mit Lack beschichten – dieses Verfahren bezeichnet man auch als elektrophoretische oder Elektrotauchlackierung.
Die Elektrophorese wird vor allem auch als analytisches Trennverfahren in der Biochemie, Biologie und in der Medizin (z. B. Immunelektrophorese) angewandt. Entscheidend für die Qualität der Trennung ist dabei die Wanderungsgeschwindigkeit der Teilchen. Sie wird bestimmt durch Form und Größe der Teilchen, ihrer Ladung, dem pH-Wert, der Temperatur, Viskosität und der angelegten Feldstärke.
Siehe Dialyse; Galvanisieren