Natrium
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Natrium
3. Anwendungen

Natrium dient zur Herstellung von Natriumverbindungen wie z. B. Natriumperoxid, Natriumhydrid oder Natriumamid. Diese Verbindungen stellen wichtige Ausgangsstoffe für die Herstellung anderer Produkte dar. Das reine Alkalimetall nutzt man beispielsweise in der Metallurgie als Reduktionsmittel zur Gewinnung von schwer reduzierbaren Metallen wie z. B. Titan, Zirconium, Uran oder Thorium. In Kernreaktoren (Brutreaktoren) dient Natrium als Kühlmittel (siehe Kernenergie). Weitere im täglichen Leben anzutreffende Natriumverbindungen sind z. B. das Natriumchlorid (Kochsalz), Natriumcarbonat (siehe Soda) sowie das Natriumbicarbonat bzw. Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3; Hauptbestandteil des Backpulvers). Natriumhydroxid (NaOH; auch Ätznatron) wird u. a. bei der Herstellung von Seife, Reyon (früher Kunstseide) und Papier verwendet. Außerdem nutzt man es zur Reinigung von Erdöl sowie in der Textil- und der Gummiindustrie. Natriumtetraborat (Na2B4O7 · 10 H2O) wird auch als Borax bezeichnet und kommt beispielsweise bei der Waschmittel-, Glas- und Keramikherstellung zum Einsatz. Natriumfluorid (NaF) wird z. B. als Konservierungsmittel in der Klebstoffindustrie, als Insektizid und Rodentizid (u. a. Mäusegift) und auch bei der Herstellung von Glas, Email sowie Keramik als Trübungsmittel eingesetzt. Natriumnitrat (NaNO3) dient als Düngemittel. Natriumperoxid (Na2O2) ist ein wichtiges Bleich- und Oxidationsmittel. Das Natriumthiosulfat (Na2S2O3 · 5 H2O, auch als Fixiersalz bezeichnet) dient in der Photographie zum Fixieren.

Früher wurde der überwiegende Teil des Natriums zur Herstellung des Antiklopfmittels Bleitetramethyl und Bleitetraethyl als Benzinzusatz verwendet. Das ist heutzutage nicht mehr der Fall, denn auf Grund der Umweltbelastungen durch Blei sind bleihaltige Antiklopfmittel durch andere Benzinzusätze (bleifreies Benzin) ersetzt worden.