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Ceuta

Ceuta, spanische Exklave in Nordwestafrika, Hafenstadt an der Straße von Gibraltar, im marokkanischen Küstenbereich des Mittelmeeres.

Das rund 20 Quadratkilometer große Gebiet bildet mit der spanischen Provinz Cádiz eine Verwaltungseinheit. Seine Rolle als wichtiger Industriestandort büßte Ceuta in den vergangenen Jahrzehnten zugunsten der 70 Kilometer westlich gelegenen marokkanischen Stadt Tanger ein. Erhalten blieb die Bedeutung als wichtiger Fischerei- und Fährhafen. Von Ceuta bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Barcelona und zu den Kanarischen Inseln.

Das Stadtbild zeigt kaum noch nordafrikanische Einflüsse. Vor allem im 18. Jahrhundert wurden viele maurische Bauwerke umgestaltet. Erhalten blieben Bäder aus dem 13. Jahrhundert, die ältesten Bauwerke der Stadt. Ceuta entstand an der Stelle einer ehemaligen Karthagersiedlung, die später römische Kolonie wurde. 715 wurde die Stadt von den Arabern erobert, die ihr den Namen Sebta oder Cibta gaben, von dem ihr heutiger Name abgeleitet wurde. Unter der Herrschaft der Berber und der spanischen Mauren wurde Ceuta zu einem bedeutenden Zentrum für die Messingproduktion und für den Handel mit Sklaven, Gold und Elfenbein. 1415 nahmen die Portugiesen die Stadt ein, und 1580 fiel sie an Spanien.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 76 600.