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Johannes der Evangelist

Johannes der Evangelist (gestorben um 101 n. Chr.), einer der zwölf Apostel, wird in der Tradition meist als Lieblingsjünger Jesu bezeichnet. Er war Sohn des Zebedäus und jüngerer Bruder von Jakobus dem Älteren. Zusammen mit Jakobus und Petrus gehörte er zu jenen Jüngern, die Zeugen des Ringens Jesu mit dem Tode im Garten Gethsemane sowie der Verklärung Christi wurden. Nach Jesu Tod war er mit Petrus und Jakobus einer der führenden Persönlichkeiten der Jerusalemer Urgemeinde.

Der altkirchlichen Überlieferung zufolge wurde Johannes während der Christenverfolgung von Kaiser Domitian nach Patmos verbannt. Hier soll er seine Apokalypse geschrieben haben. Nach dem Tode Domitians sei er nach Ephesus zurückgekehrt und habe das Johannesevangelium geschrieben. In der bildenden Kunst wird er häufig als Lieblingsjünger Jesu dargestellt, insbesondere bei Abendmahlszenen. In anderen Darstellungen erscheint er mit seinen Attributen, einer Schriftrolle oder einem Buch und einem Kessel, als Hinweis auf die legendäre Ausgestaltung seines Lebens, nach der er seinem angeblich zugedachten Martyrium, dem Verbrennen in einem Kessel siedenden Öles, entgangen sein soll. Sein Festtag ist der 27. Dezember.