Vietnam
Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken.
Vietnam
2. Land

Vietnam erstreckt sich über eine Länge von rund 1 800 Kilometern, die maximale Breite beträgt etwa 600 Kilometer. Die lang gestreckte Küste am Südchinesischen Meer hat eine Länge von 3 444 Kilometern.

1. Physische Geographie

Vietnam gliedert sich in drei Großlandschaften: Tonking im Norden, Annam im Mittelabschnitt und das Mekongdelta im Süden. Tonking umfasst das Tal des Roten Flusses (Tonking) mit dem mehr als 20 000 Quadratkilometer großen Delta, das von den Ausläufern des Yunnan-Plateaus umschlossen wird. Die höchste Erhebung Vietnams befindet sich im äußersten Norden des Landes, wo der Fan Si Pan 3 143 Meter Höhe erreicht. Nach Süden schließt das Bergland von Annam an. Das in den nördlichen Teilen schmale Gebirge wird im Süden von Hochplateaus geprägt. Die südlichste Region ist das Mekongdelta, ein rund 70 000 Quadratkilometer großes Gebiet, das von einem Labyrinth von Wasserarmen durchzogen wird. Die Böden in den Deltagebieten des Roten Flusses und des Mekong bestehen aus fruchtbarem Schwemmland.

2. Flüsse

Der Rote Fluss im Norden und der Mekong im Süden sind die Hauptflüsse des Landes. Der Rote Fluss strömt aus dem nordwestlichen Bergland nach Südosten. Während der sommerlichen Regenzeit tritt er großflächig über die Ufer und erzeugt starke Überflutungen. Der Mekong weist einen unregelmäßigen Flusslauf durch Südvietnam auf, bis er über ein komplexes Netz von Deltaarmen in das Südchinesische Meer mündet. Der Mündungsbereich wird aufgrund der Stauwirkung des Tonle Sap weniger von Überflutungen beeinflusst.

3. Klima

Vietnam wird in weiten Teilen von tropischem Monsunklima geprägt. Der überwiegende Teil der Jahresniederschläge fällt zur Zeit des Südwestmonsuns zwischen April und Oktober. An den Luvseiten der Gebirge werden bis 4 000 Millimeter erreicht, im Regenschatten und in den Tieflandregionen 1 000 bis 2 000 Millimeter. Bei Vorherrschen des trockenen Nordostmonsuns von November bis März erhalten die südlichen Landesteile kaum Niederschläge. Der Norden wird dagegen von kühleren Luftströmungen aus Nordosten erreicht. Deshalb sind die Temperaturschwankungen im Jahresverlauf im Norden deutlich stärker als im Süden. In Hanoi beträgt die mittlere Temperatur im Januar 17 °C und im Juli 29 °C. In Ho-Chi-Minh-Stadt gibt es dagegen im Jahresverlauf keine größeren Abweichungen vom Jahresmittel, das hier um 26 °C liegt.

4. Flora und Fauna

Tropische Regenwälder sind in Lagen bis etwa 1 300 Meter ausgebildet, in größeren Höhen gedeihen laubwerfende Wälder, die weiter oberhalb in Nadelwälder übergehen. Dichte Mangrovenvegetation säumt die Flussarme der Deltaregionen. Die ursprünglich artenreiche Vegetation im Norden des Landes wurde im Krieg insbesondere durch den Einsatz von Entlaubungsmitteln schwer geschädigt.

Zur Fauna der größeren Säugetiere gehören Tiger, Leoparden, Goldkatzen, Zibetkatzen, Malaienbären, Kragenbären, Elefanten, Muntjaks (eine neue Muntjakart wurde 1997 entdeckt), Schweinshirsche, Gaur und Bantengs. Primaten sind durch Javaneraffen, Rhesusaffen, Bärenmakaken und Schopfgibbons repräsentiert. Die Reptilienfauna umfasst Krokodile, Schlangen, Schildkröten, Geckos, Agamen und Skinke.