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| 2. | Vorkommen und Eigenschaften |
Wolfram existiert in Form von fünf natürlichen Isotopen, von denen Wolfram 184 am häufigsten auftritt; darüber hinaus sind mehrere künstliche Isotope bekannt. Unter den Elementen der Erdkruste steht Wolfram an 58. Stelle. In der Natur kommt das Metall nur in Verbindung mit anderen Metallen vor. Beispiele dafür sind die Wolframerze Scheelit oder Tungstein (CaWO4), Wolframit ((Mn,Fe)WO4) und Stolzit oder Scheelbleierz (PbWO4).
Reines Wolframmetall ist weiß glänzend, geschmeidig und leicht zu bearbeiten. Geringe Mengen Sauerstoff oder Kohlenstoff lassen das Metall jedoch hart und spröde werden. An der Luft bei Raumtemperatur beständig, reagiert Wolfram erst in der Rotglut mit Sauerstoff zu Oxiden. Mit anderen Nichtmetallen reagiert das Metall ebenfalls erst bei hohen Temperaturen. Säuren greifen es aufgrund von Passivierung (Bildung einer Schutzschicht) nur langsam und wenig an. Dagegen lösen z. B. Wasserstoffperoxid (H2O2) und Gemische von Flusssäure (HF; siehe Fluor) und Salpetersäure (HNO3) das Metall langsam auf. Wolfram besitzt den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle, der bei etwa 3 410 °C liegt, und siedet bei 5 900 °C. Die Dichte des Elements beträgt 19,5 Gramm pro Kubikzentimeter und die Atommasse 183,85 u.