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| 3. | Verbindungen |
In seinen Verbindungen tritt Wolfram mit den Oxidationszahlen von 0 bis +6 auf. Zur häufigsten Stufe +6 zählt das dunkelblaue Wolframhexachlorid (WVICl6) und das zitronengelbe Wolframtrioxid (WVIO3). Beispiele für die anderen Oxidationsstufen sind das dunkelrote Wolframtrichlorid (WIIICl3), das farblose Wolframhexacarbonyl (W0(CO)6) sowie das braune Wolframdioxid (WIVO2).
Ähnlich wie Molybdän bildet Wolfram neben niederen Oxiden (z. B. WO2, WO3) auch komplexer aufgebaute Sauerstoffverbindungen, etwa die Wolframate (z. B. [W7O24]6-). So bilden Polywolframate ein-, zwei- oder auch dreidimensional vernetzte Ketten- oder Schichtstrukturen. Wolframate entstehen u. a., wenn man Wolframtrioxid mit Alkalilaugen, wässrigen Ammoniak- oder Carbonatlösungen behandelt. Höhermolekulare Wolframate bilden sich aber in der Regel erst dann, wenn man die Lösungen ansäuert. Aus stark sauren Lösungen können Oxidhydrate (z. B. WO3 · H2O) ausfallen, die auch als Wolframsäuren (z.B. H2WO4) aufgefasst werden. Mit organischen Resten bildet Wolfram eine Vielzahl metallorganischer Verbindungen und vereint sich mit Liganden zu Komplexverbindungen (siehe Koordinationschemie).