Delphine
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Delphine
4. Gefährdung durch den Menschen

Früher wurden Delphine vor allem wegen der kleinen Mengen wertvollen Öles gejagt, das man aus Teilen des Kopfes gewann; es wurde als Schmieröl für empfindliche Uhrmechanismen eingesetzt. Heute verfangen sich Delphine oft in Netzen, die zum Thunfischfang ausgelegt wurden und ertrinken dann; allein zwischen 1959 und 1972 starben schätzungsweise 4,8 Millionen Delphine in Thunfischnetzen. Unter dem Druck von Tierschützern und Verbrauchern weigern sich heute viele Thunfischfabrikanten, Lieferungen von Fischereiflotten anzunehmen, die ihre Fangmethoden nicht zum Schutz der Delphine umgestellt haben.

Bei einer 1998 in Kalifornien durchgeführten Tagung einigten sich zwölf Fischfangnationen (u. a. die USA, Kolumbien, Mexiko, Spanien und Frankreich) darauf, den Schutz der Delphine im tropischen Ostpazifik konsequenter durchzusetzen. So müssen Fischer beim Thunfischfang mitgefangene Delphine wieder aus den Netzen ins offene Wasser treiben; dies war bereits 1995 anlässlich der so genannten Panamá-Deklaration vereinbart worden. Die Zahl der getöteten Delphine soll auf diese Weise drastisch reduziert werden. Viele Fischer sehen Delphine jedoch als Konkurrenten an. So wurden an französischen Küsten vor einigen Jahren Hunderte toter Delphine angeschwemmt, die offenbar von Fischern getötet worden waren. Ebenso wie andere Wale stranden Delphingruppen aber auch hin und wieder, wenn sie in seichte Küstengewässer geraten.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine berichtete 2003, in Japan würden jährlich Hunderte von Delphinen auf tierquälerische Weise getötet: Die Tiere würden durch Unterwasserkanonen in seichte Küstengewässer getrieben, wo Fischer sie mit Harpunen und Eisenstangen verletzten und durch Aufschneiden der Halsschlagader verbluten ließen. Um auf die Bedrohung dieser Meeressäuger aufmerksam zu machen, erklärten die Vereinten Nationen das Jahr 2007 zum „Jahr des Delphins”.

Siehe Delphinarium