Istanbul
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Istanbul
3. Stadtbild und Kultur

Die Altstadt befindet sich auf der europäischen Seite des Bosporus, südlich des Goldenen Horns. Teilweise sind die antiken Ursprünge im heutigen Stadtbild noch zu erkennen: Erhalten geblieben sind z. B. das Hippodrom, das Konstantinsforum sowie verschiedene Ehrensäulen und -bogen. Eines der beeindruckendsten Gebäude der Stadt ist die Hagia Sophia (Kirche der Heiligen Weisheit), eine Kirche aus dem 6. Jahrhundert, die im 15. Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt wurde. Viele Bauwerke, die aus der Zeit des Osmanischen Reiches stammen, darunter die die Süleiman-Moschee, spiegeln stilistische Einflüsse der Hagia Sophia wider. Die Ornamente im Inneren und die hohen, schmalen Minarette zeigen jedoch den türkischen Ursprung.

Zu den prachtvollsten Moscheen der Stadt gehört auch die Blaue Moschee (Sultan Ahmed Camii). Am Ufer des Bosporus befindet sich das Dolmabahçe-Serail, das im 19. Jahrhundert Residenz wurde. Es ist eines der zahlreichen Bauwerke des „osmanischen Barocks”, die im Verlauf des 18. Jahrhunderts unter westlichem Einfluss entstanden. Die historischen Stadtteile Istanbuls wurden 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Istanbul beherbergt zahlreiche Bildungseinrichtungen, darunter die Universität Istanbul (gegründet 1453), die Technische Universität (1773), die Marmara-Universität (1883), die Yildiz-Universität (1911) und die Universität des Bosporus, ehemals die Amerikanische Universität (1863), in der Englisch nach wie vor Lehrsprache ist. Istanbul ist Sitz des ökumenischen Patriarchen. Die bedeutendste Bibliothek Istanbuls ist die 1557 gegründete Süleiman-Bibliothek. Zu den meistbesuchten Museen gehört das Topkapı-Palastmuseum; auch das Archäologische Museum und das Museum für türkische und islamische Kunst ziehen viele Besucher an.